Bündnisdemo / Kundgebung: Solidarität und Aufklärung statt Verschwörungsideologien

Wann:
15. Januar 2022 um 12:30 – 15:30
2022-01-15T12:30:00+01:00
2022-01-15T15:30:00+01:00
Wo:
siehe Details
Bündnisdemo / Kundgebung: Solidarität und Aufklärung statt Verschwörungsideologien @ siehe Details

Bündnisdemonstration / Kundgebung gegen Verschwörungsideolog*innen, Coronaleugner*innen, Reichsbürger*innen, Antisemit*innen und andere „Schwurbler*innen“

12:30 Uhr Auftaktkundgebung am Dammtor / Aufstellung

13:00 Uhr Demonstrationsstart mit Zwischenkundgebungen wie folgt:
13:15 Uhr Stephansplatz / 13:45 Uhr Gänsemarkt / 14:15 Uhr Jungfernstieg

14:45 Uhr Abschlusskundgebung Mönckebergstr. / Höhe Gerhart-Hauptmann-Platz
(Gerhart-Hauptmann- und Ida-Ehre-Platz können bei größerer TN-Zahl mitbenutzt werden)

An- und Abreise
Die Teilnehmer:innen sind aufgefordert, die verschiedenen Anreisemöglichkeiten zu nutzen (S-Bahn Dammtor, U1 Stephansplatz, U2/U4 Gänsemarkt, Busse), um größere Menschenansammlungen bei der Anreise zu vermeiden, und, soweit möglich, etwas früher anzureisen. Zeitversetztes Verlassen des Ortes der Abschlusskundgebung.

Hygieneschutzkonzept
• Maskenpflicht, Abstand 1,5m in alle Richtungen. Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung ist die Teilnahme nicht gestattet. Desinfektionsmittel werden am Lautsprecherwagen bereitgehalten, auch eine begrenzte Anzahl von Masken
• Blockbildung: max. 200 TN je Block. Zwischen den Blöcken Mindestabstand von 4 Metern, Trennung der Blöcke durch Transparent oder Absperrband
• 1 Ordner:in je 20 TN, also 10 je 200er Block. Die Ordner:innen gewährleisten Einhaltung von Abstandsgebot und Maskenpflicht

Aufruf:

Die Corona-Pandemie hat die Welt seit fast zwei Jahren fest im Griff. Bis heute (14. Dezember 2021) sind allein in der BRD über Hunderttausend an oder mit dem.Virus verstorben und täglich werden es mehr. Die Inzidenzen der Neuinfektionen sind anhaltend hoch, ein starker Rückgang oder gar ein Ende der Pandemie ist nicht abzusehen. In einigen Bundesländern sind die Krankenhäuser und vor allem deren Intensivstationen überfüllt, eine Triage findet dort statt, lebensnotwendige Behandlungen und Operationen müssen verschoben werden, das ärztliche und pflegerische Personal ist ausgelaugt, viele Beschäftigte aus der Pflege haben inzwischen gekündigt.

Während die Menschen, die täglich gegen die Pandemie ankämpfen, dringend Unterstützung und Solidarität benötigen, gehen in mehreren Städten Verschwörungsideolog*innen, Corona-Leugner*innen und Impfgegner*innen auf die Straße, die nicht nur diese Solidarität verweigern, sondern aktiv zu Rücksichtslosigkeit und Gewalt aufrufen.

In Hamburg finden solche Demonstrationen seit Mitte Oktober 2021 jeden Samstag statt, in den letzten Wochen stieg die Zahl der Teilnehmer*innen auf ca 10.000 an. Auf diesen Versammlungen wird die Gefahr von Covid-19 verharmlost oder die Pandemie gleich ganz geleugnet und viele Teilnehmer*innen sind überzeugte Anhänger*innen von Verschwörungsideologien. Die Weigerung eine Maske zu tragen, gilt dort als identitätsstiftend, Mindestabstände werden bewusst nicht eingehalten.

Unsere Geduld ist am Ende
Seit Beginn der Pandemie helfen wir diese zu überwinden – als unterstützende Nachbar*innen, als Wissenschaftler*innen, als Aktivist*innen, als Pflegekräfte und Ärzt*innen, als Eltern und Angehörige. Wir lassen uns impfen. Wir tragen Maske und halten physischen Abstand, wo nötig. Wir entlarven und widerlegen Fake News und klären über antisemitische und rassistische Verschwörungsmythen auf. Wir kritisieren eine Corona-Politik, die den Pflegenotstand verschlimmert statt verbessert und der Radikalisierung von Verschwörungsideolog*innen keinen Einhalt gebietet. Wir kritisieren, dass bei Eingriffen in die Grundrechte häufig die Verhältnismäßigkeit nicht gewahrt und die Hamburger Regierung wie am 1.Mai mit willkürlichen Demonstrationsverboten gegen Linke auffährt, während den Coronaleugner*innen alles genehmigt wird.

Es wird Zeit, dass wir den egozentrischen, wissenschafts- und demokratiefeindlichen
Verschwörungsideolog*innen eine klare öffentliche Absage erteilen und unsere Forderung nach einem echten solidarischen Umgang mit der Pandemie auf die Straße tragen!

Die Corona-Krise können wir nur solidarisch lösen

Impfverweigerung und Verschwörungsdenken löst die Krise nicht, sondern verschärft sie. Nur mit wissenschaftsbasierter Aufklärung und Solidarität kommen wir aus der Corona-Pandemie.