Rechenzentren sind das Herzstück der digitalen Infrastruktur. Ihr Ausbau verbraucht jedoch viel Fläche, Wasser, Elektronik und Energie. SPD und Grüne setzen bei der Entwicklung Hamburgs zu einem leistungsstarken Standort für Rechenzentren daher auf eine strategische Planung und einen nachhaltigen Ausbau im Einklang mit den Hamburger Klimaschutzzielen. Über den Zusatzantrag entscheidet die Hamburgische Bürgerschaft in ihrer heutigen Sitzung.
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Dazu Eva Botzenhart, Sprecherin für Digitalisierung der Grünen Fraktion Hamburg: „Gerade in Zeiten von künstlicher Intelligenz bilden Rechenzentren das physische Fundament für unsere digitale Souveränität. Wir wollen Hamburg zur Vorreiterin für eine klimaneutrale und souveräne Digitalisierung machen. Dafür brauchen wir eine Rechenzentrumsstrategie für Hamburg, die den Ausbau von Rechenzentren mit unseren Klimazielen verknüpft und die Basis für eine vorausschauende und nachhaltige Entwicklung schafft. Einerseits prüfen wir gezielt, wo zusätzliche Kapazitäten überhaupt sinnvoll sind, andererseits sehen wir das Energiepotenzial der Rechenzentren auch als Chance, Abwärme für die Wärmeversorgung unserer städtischen Infrastruktur zu nutzen. Als digitaler Knotenpunkt in Norddeutschland wollen wir zeigen, wie sich digitale Innovationen und Nachhaltigkeit vereinbaren lassen.“
Dazu Hansjörg Schmidt, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Hamburg: „Rechenzentren sind das Rückgrat der Digitalisierung, brauchen aber viel Strom und Platz. Ein intelligenter Ausbau der Stromnetze ist daher entscheidend. Wir müssen die Ansiedlung neuer Standorte direkt mit der Netzkapazität und der Energieplanung verzahnen. Rechenzentren sollen dorthin, wo die Netze es zulassen und die Abwärme direkt genutzt werden kann. Dabei denken wir über die Stadtgrenzen hinaus: Wenn wir die Kapazitäten in der Metropolregion und die Potenziale unserer erneuerbaren Energien bündeln, schaffen wir ein attraktives Angebot für stromintensive Industrien. Mit einer Gesamtstrategie für Rechenzentren nutzen wir die Standortvorteile Norddeutschlands und sorgen für Klarheit über das Bestandsnetz, verfügbare Flächen sowie künftige Kapazitäten.“
Den Antrag zur Pressemitteilung finden Sie hier.
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