Laut der vorgelegten Schätzbilanz für Hamburgs CO2-Emissionen im Jahr 2025 sind die Emissionen aus dem Endenergieverbrauch in Hamburg im Vergleich zum Vorjahr 2024 um etwa 2,6 Prozent gestiegen. Der Anstieg geht insbesondere auf einen gestiegenen Verbrauch von Erdgas, Fernwärme und Strom zurück, der unter anderem durch den kälteren Winter bedingt war. Die vorgelegte Schätzbilanz ist eine Verpflichtung, die aus dem Hamburger Zukunftsentscheid hervorgeht.
Dazu Rosa Domm, Sprecherin für Klimapolitik der Grünen Fraktion Hamburg: „Die extreme Hitze am Wochenende hat einmal mehr gezeigt, welche realen Gefahren mit steigenden Temperaturen einhergehen. Die neuen Emissionszahlen für das Jahr 2025 sind vor diesem Hintergrund ein klares Signal, sich nicht auf den bisherigen Erfolgen auszuruhen. Im Gegenteil: Die ganze Stadt muss noch entschlossener handeln, um zurück auf den Klimazielpfad zu kommen und das Klimaziel 2030 zu erreichen. Die Hamburger*innen haben ihre Stadt mit dem Zukunftsentscheid dazu aufgefordert, eine ambitionierte und generationengerechte Klimapolitik zu verfolgen. Sie wollen, dass ihre Stadt ein sicheres Zuhause mit hoher Lebensqualität bleibt. Dafür müssen wir Strom und Wärme weiter konsequent auf erneuerbare Energien umstellen und brauchen eine kluge Verbindung von Wirtschaftswachstum und Klimaschutz, insbesondere im Schulterschluss mit der Hafenwirtschaft. Alle Menschen in unserer Stadt haben etwas davon, wenn wir unser Stadtgrün in Hamburg ausweiten und auf mehr städtischen Dächern günstigen Solarstrom produzieren. Das Gleiche gilt für die Stärkung von Bus und Bahn, Radverkehr und E-Auto. Die Bundesregierung ist auf diesem Weg leider keine große Hilfe. Deswegen sollten wir beim Heizen eigene Wege gehen und den Spielraum Hamburgs beim künftigen Heizungsgesetz nutzen, wonach neue Heizungen weiterhin klimafreundlich mit mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energie betrieben werden. Der Bund muss aber auch selbst liefern: Wir brauchen dringend mehr Geld und Planungsbeschleunigung für wichtige Schienenprojekte, diese Botschaft muss endlich in Berlin ankommen.“


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