Dazu
Leon Alam, Landesvorsitzender der GRÜNEN Hamburg: „Das Ergebnis der Schätzbilanz ist kein Grund zum Jubeln: Die Emissionen sind entgegen der vergangenen Jahre leicht gestiegen. Wenn man sich anschaut, woran es lag, springen mehrere Dinge ins Auge, die zu einem erhöhten Energieverbrauch geführt haben: Unter anderem hat der ungewöhnlich kalte Winter mit seinen wochenlangen Minusgraden zu einer überdurchschnittlich langen Heizperiode geführt – und damit im Ergebnis auch zu entsprechend mehr CO₂-Ausstoß im Vergleich zu 2024. Das unterstreicht, wie bedeutsam die bereits gut voranschreitende Wärmewende ist, damit wir in Zukunft klimaneutral heizen können. Die Schätzbilanz ist ein klarer Auftrag, den Ausbau von Fernwärme und Wärmepumpen sowie die energetische Sanierung von Gebäuden weiter zu beschleunigen. Außerdem haben die leicht anspringende Konjunktur in Hamburg als Deutschlands größtem Industriestandort und der Energieverbrauch im Verkehrssektor bei bundesweit schwächelndem Ausbau der Erneuerbaren zu höheren Emissionen geführt. Auch in den Sektoren Industrie und Verkehr braucht es also über die bisherigen Anstrengungen hinaus weitere Impulse.
Die Hamburger*innen haben ihrer Stadt mit dem Zukunftsentscheid einen Auftrag für ambitionierte und sozial gerechte Klimapolitik gegeben. Viele Klimaschutzmaßnahmen haben wir GRÜNE bereits auf den Weg gebracht, die in den kommenden Jahren nach und nach ihre Wirkung entfalten. Wir müssen aber auch noch weitere, gute Ideen in die Waagschale werfen, um die Dekarbonisierung schneller als bisher voranzubringen. Dazu gehört beispielsweise, sich Best-Practice-Beispiele anderer Städte anzuschauen. Auch die Initiator*innen des Zukunftsentscheids haben viele spannende Vorschläge gemacht, die wir prüfen sollten.
Alle Bundesländer sind beim Klimaschutz auf gute Rahmenbedingungen, die der Bund verantwortet, angewiesen. Gerade passiert das Gegenteil von guter Klimaschutzpolitik, und so kann es nicht weitergehen! Wir GRÜNE machen auch im Bund Druck für echten Klimaschutz und eine verlässliche Energiepolitik. Denn am Ende kämpfen wir nicht dafür, in Bilanzen gut dazustehen, sondern damit die Menschen auch in Zukunft noch gut in Hamburg leben können.“
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