Die Nachfrage nach Wärmepumpen in Hamburg ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Dieser positive Trend wird durch das Hamburger Heizungsförderungsprogramm besonders unterstützt. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen planen nun eine Aufstockung des Hamburger Fördertopfes um sechs Millionen Euro bis Ende des Jahres. Ab 2027 soll das Förderprogramm zudem an die geänderten Rahmenbedingungen im Bund angepasst und auf Menschen mit niedrigem Einkommen zugeschnitten werden. Über den rot-grünen Antrag entscheidet die Hamburgische Bürgerschaft in ihrer kommenden Sitzung am 30. September.
Dazu Melanie Nerlich, energiepolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Wir erleben in Hamburg einen echten Boom beim klimafreundlichen Heizen: Wurden 2024 durchschnittlich rund 60 Wärmepumpen pro Monat installiert, waren es 2025 bereits mehr als doppelt so viele. Damit der Umstieg auf eine klimafreundliche Heizung nicht am Geldbeutel scheitert, stocken wir nun die Hamburger Heizungsförderung um weitere sechs Millionen Euro auf. Kein anderes Bundesland hat eine vergleichbar attraktive Förderung. Ab 2027 wollen wir das Programm weiterentwickeln und auf Menschen ausrichten, die wenig Geld haben und daher besonders auf diese Unterstützung angewiesen sind. Während der Bund bei der Heizungsförderung kürzt und damit nur Verunsicherung stiftet, machen wir klar: In Hamburg muss klimafreundliches Heizen für alle Menschen möglich und bezahlbar sein. Das gilt sowohl für das Wohnen im Eigentum als auch für Menschen, die zur Miete wohnen.“
Dazu Alexander Mohrenberg, Sprecher für Klima und Energie der SPD-Fraktion Hamburg: „Der Umstieg auf Wärmepumpen kommt in Hamburg spürbar voran. Das zeigen die deutlich gestiegenen Antragszahlen bei der Hamburger Heizungsförderung. Diesen Schwung wollen wir nutzen und stellen deshalb zusätzliche Mittel bereit, damit die Förderung verlässlich fortgesetzt werden kann. Gerade weil die Unterstützung des Bundes geringer ausfällt, ist es wichtig, dass Hamburg gezielt dort ergänzt, wo Haushalte sonst vor zu hohen Investitionskosten stehen. Davon profitieren nicht nur Eigentümer:innen, sondern auch Mieter:innen, weil die Förderung die umlagefähigen Modernisierungskosten senken kann. Zugleich wollen wir das Programm so weiterentwickeln, dass Haushalte mit geringeren Einkommen stärker berücksichtigt und Mitnahmeeffekte möglichst vermieden werden. Unser Ziel ist eine Förderung, die den Umstieg auf klimafreundliche Heizungen beschleunigt und dabei sozial zielgenau wirkt.“
Hintergrund:
Die Hamburger Heizungsförderung ergänzt die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Diejenigen, die bei der Bundesförderung lediglich Anspruch auf die Grundförderung haben, können über das Hamburger Programm zusätzlich einen Zuschuss von 20 Prozent erhalten.
Den Antrag zur Pressemitteilung finden Sie hier.


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