Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität kommt in Hamburg mit großen Schritten voran. Kürzlich wurde die 600. Ladestation installiert. Gut 15 Millionen Euro für den weiteren Ausbau der Elektromobilität stehen für dieses und nächstes Jahr bereit. Ein entsprechender Beschluss steht heute auf der Tagesordnung der Bürgerschaft.
Dazu Anjes Tjarks, Vorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Hamburg hat sich frühzeitig zur Förderung der E-Mobilität bekannt. Grundvoraussetzung für die Etablierung der E-Mobilität ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur. Hier ist Hamburg zwischenzeitlich die Nummer eins unter den deutschen Großstädten. Wir haben das dichteste Netz an Ladepunkten. Und wir werden in unseren Bemühungen nicht nachlassen und das Netz der Ladepunkte von derzeit 600 auf 1.000 weiter ausbauen. Auch viele andere Beispiele wie die mit Berlin initiierte gemeinsame Beschaffungsinitiative für E-Busse oder die Vereinbarungen mit den CarSharing-Anbietern zeigen: Hamburg unterstützt aktiv den Prozess der Transformation zu umweltfreundlichen Antrieben. Und nicht nur unsere Spitzenposition bei den Ladepunkten zeigt: In Sachen Ausbau der E-Mobilität ist Hamburg gut aufgestellt.“
Dazu Dorothee Martin, SPD-Abgeordnete, Mitglied im Verkehrsausschuss der Bürgerschaft: „Hamburg hat im Bereich Elektromobilität seine Hausaufgaben gemacht. Wir sind deutschlandweit beim Ausbau der Ladeinfrastruktur ganz vorn dabei. Die Umstellung des Wirtschaftsverkehrs, des öffentlichen Fuhrparks und auch des ÖPNV auf Elektroantrieb geht voran. Natürlich lässt sich Elektromobilität nicht von oben verordnen, wohl aber können wir für gute Anreize und Angebote sorgen. Ein ganz entscheidender Faktor ist dabei selbstverständlich der konstante Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur. Über 600 mit Ökostrom betriebene Ladestationen im öffentlichen Raum gibt es in Hamburg mittlerweile. Gemessen an der Einwohnerzahl hat Hamburg als Bundesland betrachtet bereits jetzt das dichteste Netz an Lademöglichkeiten. Auf diesem Weg gehen wir weiter: Bis 2019 baut die Stadt mit dem Partner Stromnetz Hamburg die Infrastruktur aus, so dass mindestens 1000 Ladepunkte verfügbar sein werden. Aber bei Elektromobilität in Hamburg geht es nicht nur um PKW-Verkehr: Hamburg stellt seinen Busverkehr schrittweise auf Elektromobilität um, bis 2020 werden dafür rund 70 Elektrobusse beschafft. Im Bereich Logistik werden beispielsweise die Paketzusteller in den nächsten Jahren flächendeckend elektrobetriebene Fahrzeuge einsetzen, was gerade im Innenstadtbereich wichtig ist. Auch in der Hafenlogistik laufen Projekte und Planungen zur Elektrifizierung von Container-Umfuhren auf dem Terminalgelände und nicht zuletzt ist E-Mobilität auch Bestandteil der Quartiersentwicklung und des Wohnungsbaus, etwa mit dem e-quartier Hamburg. Elektromobilität ist eine Schlüsseltechnologie für einen umweltfreundlicheren Verkehr und damit für mehr Lebensqualität – auch und gerade in Hamburg.“


Neuste Artikel
Energiepolitik
Energiewende im Quartier stärken – Rot-Grün bringt lokale Energiegemeinschaften in Hamburg voran
Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen lokale Energiegemeinschaften in Hamburg gezielt stärken und die Energiewende stärker in die Quartiere bringen. So sollen Förderprogramme der Hamburgischen Investitions- und Förderbank künftig auch für nachbarschaftliche Stromprojekte genutzt werden können, bei denen mehrere Haushalte oder Unternehmen gemeinsam erneuerbare Energie erzeugen und vor Ort nutzen (siehe Anlage). Zudem soll…
Gesundheit
Eröffnung der psychiatrischen Schwerpunktambulanz in der Repsoldstraße – Görg: „Obdachlose Menschen mit psychischen Erkrankungen erhalten hier endlich gezielt Unterstützung“
Am 1. April eröffnet die psychiatrische Schwerpunktambulanz in der Repsoldstraße 27. Damit schafft Hamburg ein wichtiges Angebot für psychisch erkrankte, suchtkranke und obdachlose Menschen, die bislang kaum Zugang zu psychiatrischer Versorgung hatten. Im September 2025 wurden in der Repsoldstraße 27 bereits 30 Übergangsplätze für Menschen, die von Sucht und Wohnungslosigkeit betroffen sind, eingerichtet. Die Schwerpunktambulanz…
Innenpolitik
Mobilitätswende ganzheitlich stärken – Rot-Grün für mehr Sicherheit im ÖPNV
Der Hamburger ÖPNV bringt jedes Jahr mehr als eine Million Menschen sicher an ihr Ziel. Für den dauerhaften Erfolg der Mobilitätswende in unserer Stadt ist neben verlässlichen Abläufen und niedrigen Ticketpreisen auch das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste entscheidend. Insbesondere das Service- und Sicherheitspersonal leistet dazu einen wichtigen Beitrag und verdient besonderen Schutz. Die Regierungsfraktionen von SPD…
Ähnliche Artikel
Bürgerschaft
Aktuelle Stunde – Blumenthal: „Mit ihren Plänen öffnet die Union Tür und Tor für die, die unserer Demokratie schaden wollen.“
Maryam Blumenthal, Landesvorsitzende der GRÜNEN Hamburg, zur heutigen Aktuellen Stunde in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Mit ihren Plänen öffnet die Union Tür und Tor für die, die unserer Demokratie schaden wollen. Sie sorgen nicht für mehr Sicherheit, ihr Weg schafft nur mehr Unsicherheit. Was unser Land jetzt braucht: bestehende Gesetze müssen konsequent umgesetzt werden, unsere Sicherheitsbehörden…
Bürgerschaft
Haus der Bürgerschaft – Eine zentrale Anlaufstelle aller Fraktionen
Die Fraktionen von SPD, Grünen, CDU und DIE LINKE ersuchen die Bürgerschaftskanzlei in Abstimmung mit dem Senat und städtischen Dienstleistern geeignete Flächen für ein „Haus der Bürgerschaft“ zu prüfen und die finanziellen Auswirkungen darzustellen. Im „Haus der Bürgerschaft“ sollen künftig die Räumlichkeiten der in der Bürgerschaft vertretenen Fraktionen mit ihren Büros untergebracht werden. Derzeit sind…
Bürgerschaft
Planung Oberbillwerder – Rot-Grün weitet Transparenzoffensive für neuen Stadtteil aus
Oberbillwerder soll ein komplett neuer Stadtteil entstehen. Im Zentrum steht dabei die Einbindung der umliegenden Stadtteile in das komplexe Stadtentwicklungsvorhaben. Damit diese gelingt, ist laut einem Antrag der Regierungsfraktionen von SPD und Grüne am S-Bahnhof Allermöhe ein Planungsraum zur Information und Diskussion geplant. Darüber hinaus soll durch kontinuierliche Themenveranstaltungen, digitale Beteiligungsformate und mobile Info-Angebote noch mehr Transparenz…