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Aktuelle Stunde – Zagst: „Wir müssen Hürden abbauen, um den Lehrkräftemangel zu beheben“

Die Hamburgische Bürgerschaft debattiert in ihrer heutigen Aktuellen Stunde auf Anmeldung der SPD-Fraktion das Thema „Zukunftsfähige Schulen: Hamburg sichert gute Bildung mit mehr Referendariatsplätzen, gerechter Besoldung und qualifiziertem Quereinstieg“. Der akute Mangel an Lehrkräften kann nur erfolgreich bekämpft werden, wenn an verschiedenen Stellschrauben gedreht wird. Die angekündigte Erhöhung der Plätze für ein Referendariat ist ein wichtiger Schritt. Die Grüne Fraktion begrüßt insbesondere die angekündigten Maßnahmen der Hamburger Wissenschaftsbehörde, den Zugang zum Lehramtsstudium an der Universität Hamburg deutlich zu erleichtern. In Zeiten des Lehrkräftemangels müssen bestehende Hürden für Studierende und Quereinsteiger*innen abgebaut und die Attraktivität des Schuldienstes insgesamt erhöht werden. 

Dazu Lena Zagst, stellvertretende Vorsitzende der Grünen Fraktion Hamburg: „Der akute Lehrkräftemangel ist ein Problem auf mehreren Ebenen. Für Schüler*innen bedeutet er Stundenausfall und Bildungsverlust, für Lehrkräfte eine erhebliche Belastung, weil sie den Mangel an qualifizierten Kolleg*innen häufig durch Mehrarbeit kompensieren müssen. Die nun angekündigte Erhöhung der Plätze im Vorbereitungsdienst auf bis zu 1.350 Plätze im kommenden Jahr ist daher eine gute Nachricht. Zugleich ist es essenziell, die Hürden für Studienanfänger*innen und Quereinsteiger*innen aus anderen Studienfächern weiter abzubauen. Vor diesem Hintergrund freuen wir uns besonders, dass die Wissenschaftssenatorin angekündigt hat, dass der Zugang zum Lehramtsstudium an der Universität Hamburg erheblich erleichtert wird. Auch die dringend benötigten Quereinsteiger*innen profitieren künftig vom Master of Education, in dem die pädagogische Ausbildung nachgeholt werden kann.

Künftig muss es aber auch darum gehen, die vorhandenen Studienplätze so gut wie möglich zu nutzen. In Zeiten des Lehrkräftemangels können wir es uns nicht leisten, interessierte Studienanfänger*innen durch einen zu hohen Numerus Clausus vom Studium der Erziehungswissenschaften abzuhalten. Das Gleiche gilt für Bewerber*innen, deren Fächerkombination wegen Zulassungsbeschränkungen in einem konkreten Fach zu einer Ablehnung führt, obwohl eine andere Kombination möglich wäre. Das dialogorientierte Serviceverfahren ab 2025 ermöglicht daher Bewerbungen auf mehrere Fächerkombinationen und erhöht die Chance auf Zulassung für das Lehramtsstudium. Um Schule fit für die Zukunft zu machen, dürfen wir außerdem nicht nur auf Lehrkräfte schauen, sondern auch auf andere relevante Fachkräfte, die in der Schule wichtige Arbeit verrichten, etwa in der Verwaltung oder psychologisch-sozialen Betreuung. Nur wenn wir das Berufsfeld Schule insgesamt attraktiver machen, können wir der wichtigen Aufgabe, den Jüngsten die besten Zukunftschancen zu ermöglichen, gerecht werden.“

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