Sport

Für mehr Solarenergie- SPD und Grüne wollen Photovoltaik auf Sportanlagen ermöglichen

SPD und Grüne wollen den Ausbau von Photovoltaik auf Hamburgs Sportanlagen voranbringen. Dies sieht ein gemeinsamer Zusatzantrag der Regierungsfraktionen vor, über den die Hamburgische Bürgerschaft in ihrer heutigen Sitzung abstimmt. So sollen bisher bestehende rechtliche Unsicherheiten für die Nutzung von Solaranlagen auf Sportrahmenvertragsflächen beseitigt und ein stadtweit einheitliches Genehmigungsverfahren auf den Weg gebracht werden. Dabei müssen die Ziele des Hamburger Klimaschutzgesetzes, großflächige Photovoltaikanlagen auf Sportanlagen zu errichten, mit den Vorgaben des Europäischen Beihilferechts und den Grundsätzen der Hamburger Sportförderung zusammengeführt werden. Eine tragfähige Lösung muss daher alle Aspekte berücksichtigen. 

Dazu Maryam Blumenthal, sportpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Klimaschutz geht uns alle an, auch im Sport. Schon jetzt zeigen viele Hamburger Vereine vorbildlichen Einsatz für unseren Planeten. Doch bei der Installation von Solaranlagen auf Sportflächen stoßen sie noch auf bürokratische Hürden und einen stadtweiten Flickenteppich an Genehmigungsverfahren. Das wollen wir mit unserem Antrag jetzt ändern. Auch durch die im letzten Jahr auf den Weg gebrachten Neuerungen im Klimaschutzgesetz braucht es klare Regeln und Planungssicherheit für unsere Sportvereine. Die Klubs können mit Solarenergie nämlich nicht nur das Klima schützen, sondern perspektivisch auch kräftig Betriebskosten sparen. Mein Dank gilt an dieser Stelle dem Hamburger Sportbund, der mit einem in Auftrag gegebenem Rechtsgutachten Bewegung und Klarheit ins Spiel gebracht hat. Das ist eine gute Entwicklung für unsere vielen Hamburger Sportvereine und auch für das Klima.“

Dazu Juliane Timmermann, sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg: „Nachhaltige Energieerzeugung im Sport ist ein Gewinn für alle. Mit unserem Antrag wollen wir Planungssicherheit bei der Installation von PV-Anlagen auf Sportrahmenvertragsflächen in Hamburg ermöglichen. Das gemeinsame Ziel, die Installation zu ermöglichen, ist klar. Damit später niemand eine böse Überraschung erlebt, wollen wir bürokratische Hürden bei der Genehmigung der Anlagen abbauen. Es braucht klare Rahmenbedingungen in den Bezirken und praktikable Lösungen für die Sportvereine vor Ort. Eine Mehrbelastung über eine Miete auf Kosten der Vereine – wie es die CDU vorschlägt – wollen wir nach Möglichkeit vermeiden. Es gilt, die Vereine über die Chancen der erneuerbaren Energien zu informieren und sie beim aktiven Klimaschutz zu unterstützen.“

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