Außerschulische Bildung

Haushaltsberatungen zum Einzelplan Schule und Berufsbildung: In Krisenzeiten für eine gerechtere und zukunftsfähigere Bildung

Die Bürgerschaft debattiert heute den Einzelplan 3.1 der Behörde für Schule, Berufs- und Weiterbildung. Die Regierungsfraktionen haben den Haushaltsplan-Entwurf tatkräftig ergänzt, um Hamburger Schüler*innen auf die Fragen der Zukunft vorzubereiten und ihnen mehr soziale Teilhabe zu ermöglichen. Gerade im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung, der Schaffung von naturnahen Schulhöfen sowie der Bekämpfung von Ungerechtigkeiten im Bildungssystem haben wir unsere Schwerpunkte gelegt.

Dazu Ivy May Müller, schulpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Für die Bewältigung der multiplen Krisen unserer Zeit brauchen wir die Fähigkeiten, Fertigkeiten und die Bereitschaft zum Handeln im Sinne der nachhaltigen Entwicklung unserer Welt. Wir wollen, dass unser Bildungssystem jetzige und kommende Generationen genau dazu befähigt. Junge Menschen fordern eben dies zurecht ein. Der Schlüssel dafür lautet ‚Bildung für nachhaltige Entwicklung‘ (BNE). Wir verstehen die vollumfängliche Transformation des Bildungssystems im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung als unsere gesamtgesellschaftliche Verantwortung: Für ein zukunftsfähiges Bildungssystem und für eine sozial und ökologisch nachhaltige Zukunft. Mit unserer ressortübergreifenden Haushaltsinitiative zur Umsetzung und Abschlussfinanzierung des Masterplans BNE legen wir den Grundstein für eine Transformation des Bildungssystems. Vor allem mit der Einrichtung einer Koordinierungsstelle innerhalb der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrar sowie mit der geplanten Evaluation der Maßnahmen und den breiten Qualifizierungsmaßnahmen, schaffen wir die besten Startbedingungen für eine strukturelle Umsetzung von BNE im Hamburger Bildungssystem.

Ein weiterer konkreter Schritt zu einer nachhaltigen Bildung ist der Fonds für Natur-Erlebnis-Schulhöfe für Grundschulen, mit dem wir eine naturnahe und Neugierde weckende Schulhofgestaltung ermöglichen. Zugleich setzten wir einen klaren Schwerpunkt auf die Bekämpfung von Bildungsungerechtigkeiten. Solche, die schon immer existierten, sowie jene, die sich während der Corona-Pandemie verstärkt haben. Mit dem Ausbau des Programms ‚23+ Starke Schulen‘ unterstützen wir weiterhin Schulen in beispielweise sozial benachteiligten Stadtteilen. Denn wir wissen: Schulen sind der zentrale Motor für mehr Gerechtigkeit, wenn man die richtigen Strukturen schafft. Schulentwicklungsprozesse dabei besonders zu unterstützen und die notwendige Ressource sicherzustellen, gehört zu eben diesen Strukturen.“

Dazu Sina Demirhan, Abgeordnete der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Aus sozialpolitischer und bildungspolitischer Sicht gilt all jenen Schüler*innen besondere Aufmerksamkeit, in deren Elternhäusern eine Förderung nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit darstellt. Diese Kinder sind auf unsere Unterstützung angewiesen, denn es geht hier um das zentrale Recht auf Teilhabe und Bildung. Ein wichtiges bildungspolitisches Ziel der Regierungsfraktionen ist die Aufhebung der Bildungsungerechtigkeit und damit die Entkopplung des Bildungserfolges von der Herkunft. Grade dort, wo sich Probleme ballen, brauchen die Schüler*innen – aber auch die Lehrkräfte und Schulen – besondere Unterstützung. Diese wollen wir unter anderem mit der Ausweitung des Projekts ‚23+ Starke Schulen‘, mit didaktischen Trainings und schulübergreifender Zusammenarbeit stärken. Dies alles soll helfen, Schüler*innen mit diversen Problemlagen gerecht werden zu können. Denn wir brauchen in Hamburg alle Talente.“

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