Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen beauftragen den Senat mit der Einführung eines kostengünstigen ÖPNV-Tickets für Senior*innen. Schon heute profitieren viele Menschen in Hamburg von günstigen Tickets – darunter das kostenfreie Ticket für Schüler*innen und der Sozialrabatt für Leistungsempfänger*innen. Die Hamburgische Bürgerschaft stimmt im Rahmen ihrer heutigen Sitzung über den rot-grünen Antrag ab.
Dazu Eva Botzenhart, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Das Deutschlandticket ist ein Meilenstein für die Mobilitätswende und soziale Teilhabe. Zugleich behalten wir immer im Blick, dass nicht alle Menschen in Hamburg die gleichen finanziellen Möglichkeiten haben und sich das Ticket leisten können. Aus diesem Grund haben wir in dieser Legislatur bereits das kostenlose Deutschlandticket für Schüler*innen eingeführt und so viele Kinder und Jugendliche sowie deren Familien entlastet. Aber auch ältere Menschen – und darunter ganz besonders alleinstehende Frauen – müssen im Alter mit wenig Geld auskommen. Genau diese Menschen wollen wir nun ebenfalls entlasten mit einem sozial gerechten Senior*innenticket. Die Stadt Hamburg soll dafür erste Rahmenbedingungen für ein solches Ticket entwickeln, das älteren Menschen die Möglichkeit gibt, weiterhin gut unterwegs zu sein und am öffentlichen Leben in Hamburg teilzunehmen.“
Dazu Ole Thorben Buschhüter, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Hamburg: „Nicht erst mit Einführung des kostenlosen Deutschlandtickets für alle Hamburger Schülerinnen und Schüler haben wir gezeigt, dass Hamburg bei der sozial gerechten Gestaltung des ÖPNV Maßstäbe setzt. Auch das Sozialticket für 22,50 Euro sucht bundesweit seinesgleichen. Wir greifen mit dem Seniorenticket ein Thema auf, das viele Menschen umtreibt und folgerichtig auch in die Wahlprogramme der Regierungsfraktionen aufgenommen worden ist. Die Einführung eines kostengünstigen Seniorentickets ist der nächste Schritt, um Mobilität für alle bezahlbar und unkompliziert zu gestalten. Wichtig ist dabei, dass das neue Ticket finanziell gut durchgeplant wird. Der Senat soll dazu nun ein entsprechendes Umsetzungs- und Finanzierungskonzept hin zu einem kostengünstigen Seniorenticket erarbeiten. Ein möglichst einfaches Antragsverfahren, das digital und analog verfügbar ist, wird hierbei eine zentrale Rolle spielen. Wir haben vor der letzten Wahl ein kostenloses Ticket für Schülerinnen und Schüler versprochen und dieses Versprechen gehalten, genauso gilt jetzt unser Wort für ein günstiges Ticket für Seniorinnen und Senioren.“


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