Heute hat der Senat die Finanzierung und den Staatsvertrag zwischen Hamburg und Nordrhein-Westfalen zur Gründung des gemeinsamen Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) beschlossen. Demnach übernimmt der Bund 50 Prozent der Gesamtkosten, die Ländergemeinschaft 12,5 Prozent und Hamburg 37,5 Prozent. Für das Haushaltsjahr 2021/22 sind das für Hamburg rund fünf Millionen Euro. Außerdem werden für den musealen Bereich des neuen Forschungsmuseums im kommenden Haushaltsjahr rund 3,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Unter dem Dach des LIB werden das Centrum für Naturkunde der Universität Hamburg und das Bonner Zoologische Forschungsmuseum Alexander-Koenig zusammengeführt. Die Grüne Bürgerschaftsfraktion begrüßt den Beschluss als wichtigen Schritt zur Stärkung der Biodiversität.
Dazu Miriam Block, wissenschaftspolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Wir Menschen sind auf ein intaktes Ökosystem angewiesen, befinden uns aber mitten in einer Biodiversitätskrise. Seit vielen Jahren sterben immer mehr Arten aus. Diesen Verlust biologischer Vielfalt dürfen wir nicht tatenlos hinnehmen. Daher brauchen wir dringend mehr Aufklärung und Verständnis für die Prozesse der Natur, die uns alltäglich umgeben. Dazu zählt das Wissen, wie der Klimawandel das Artensterben beeinflusst, und auch, dass Biodiversität mit Pandemie-Prävention zusammenhängt. So sind Zoonosen, also vom Tier auf den Menschen übertragene Infektionskrankheiten, eine wahrscheinliche Ursache von Pandemien wie Covid-19. Sie entstehen vor allem auch dort, wo der Mensch natürliche Lebensräume von Tieren zerstört.
Bereits durch die bisherige Arbeit des Centrums für Naturkunde – in der Forschung, als Museum und mit Bildungsangeboten – wurden dazu wichtige Beiträge geleistet. Der heutige Senatsbeschluss hat die notwendigen rechtlichen und finanziellen Grundlagen geschaffen, damit diese wichtige Arbeit ausgebaut und gemeinsam mit dem Bonner Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels fortgeführt werden kann. Das ist ein wichtiger Schritt für mehr moderne Museumspädagogik, Forschung zum Mitmachen und viele wissenschaftliche Erkenntnisse zum Biodiversitätswandel. Mit Wissen stärken wir die Artenvielfalt, packen wir es an!“


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