Bunt, ausgelassen und dieses Jahr mit einem neuen Besucherrekord: Rund 1000 Gäste aus Politik, Gesellschaft, Verwaltung, Verbänden und Medien kamen am Freitag (19. Januar) zum beliebten Neujahrsempfang der Grünen. Unter dem Motto „Vielfalt und Heimat“ stießen die grünen Gastgeber in den Hallen des Hamburger Rathauses mit ihren Gästen auf das neue politische Jahr an. Katrin Göring-Eckardt, Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, kam aus Berlin angereist, um mit ihren Hamburger Kollegen zu feiern.
Farid Müller, Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen Bürgerschaftsfraktion und Initiator des 1998 als schwul-lesbischen Neujahrsempfangs gestarteten Events, machte bei der Begrüßung deutlich: „Der Grüne Neujahrsempfang ist ein gelebtes Statement für die Vielfalt in unserem Hamburg. Es ist wichtig, dass dieses vielfältige Hamburg einmal im Jahr im Zentrum der Stadt so sichtbar wird.“
Anjes Tjarks, Vorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion, erinnerte in seiner Rede an einen großen Erfolg, den die Grünen im vergangenen Jahr feiern konnten: „Die Ehe für alle hat insbesondere deswegen geklappt, weil wir mit ganz vielen Menschen dafür gekämpft haben und weil wir den Glauben niemals verloren haben, dass sie irgendwann umgesetzt wird.“
Gleichzeitig betonte er, dass die Grünen wichtige Begriffe besetzen müssen, um sie nicht den Rechtspopulisten zu überlassen. Heimat sei ein solcher Begriff.
„Was macht für Grüne Heimat eigentlich aus? Heimat ist dort, wo man lebt. Sie ist nicht exklusiv, sondern kann auch für jene eine neue Heimat werden, die flüchten mussten. Sie hat etwas mit Tradition zu tun und auch mit Kultur, mit Musik. Und so haben wir mit dem Shantychor De Tampentrekker auch ein Stück Heimat zu unserer Feier eingeladen.“
„Vielfalt und Heimat“ ist das Motto des diesjährigen Neujahrsempfangs. Aus diesem Grund hat die Grüne Bürgerschaftsfraktion Initiativen wie die „Sprachbrücke“, „Hamburger mit Herz“ oder „Stiftung Wohnbrücke“ eingeladen, die sich für die Integration von Geflüchteten engagieren. Sie stellten ihre Arbeit während des Empfanges an Info-Tischen vor.


Neuste Artikel
Antisemitismus Erinnerungskultur Religion
Gedenken zum 7. Oktober – Gwosdz: „Wir müssen Antisemitismus in jeglicher Form bekämpfen“
Der Terroranschlag der Hamas auf den Staat Israel jährt sich bereits zum dritten Mal. Am 7. Oktober 2023 wurden mehr als 1200 Menschen getötet, viele weitere als Geiseln verschleppt. Es war das größte Massaker an Jüdinnen und Juden seit der Shoa. Das Gedenken ist zugleich eine Mahnung, im Kampf gegen Antisemitismus nicht nachzulassen und für…
Schule
Ukrainisch im Abitur: Rot-Grün will neue Prüfungsmöglichkeit schaffen
Mit einem gemeinsamen Antrag bringen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen die Einführung von Ukrainisch als Abiturprüfungsfach in Hamburg auf den Weg. Dazu soll die Schulbehörde einen Rahmenplan erarbeiten. Zudem soll die Anerkennung auf Bundesebene vorangetrieben und die Verfügbarkeit ausreichend qualifizierter Lehrkräfte sichergestellt werden (siehe Anlage). Bislang kann Ukrainisch in der Oberstufe bereits belegt, aber…
E-Mobilität
Ladeinfrastruktur in Hamburg – Domm: „Hamburg verdoppelt die Zahl öffentlicher Ladepunkte und macht E-Mobilität alltagstauglicher“
Innerhalb der letzten zwei Jahre hat sich die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte in Hamburg mehr als verdoppelt: Von 2.931 im August 2024 auf 5.976 im August 2026. Daneben steigt auch die Nachfrage nach Elektroautos spürbar an: Im August 2026 waren bereits mehr als 20 Prozent aller neu zugelassenen PKW reine Elektroautos. Das geht aus…
Ähnliche Artikel