Der Wärmebereich spielt eine zentrale Rolle für das Erreichen der Hamburger Klimaziele. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich daher für eine systematische Erschließung der Potenziale der Tiefengeothermie und die Entwicklung einer landesweiten Geothermie-Strategie für Hamburg ein. Als grundlastfähige, nahezu emissionsfreie Energiequelle soll Geothermie frühzeitig im künftigen Wärmemix berücksichtigt werden. Über den gemeinsamen Antrag der Regierungsfraktionen stimmt die Hamburgische Bürgerschaft am 28. Januar ab.
Dazu Melanie Nerlich, energiepolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Die Zukunft des Heizens ist erneuerbar. Wir müssen raus aus Kohle und Gas und brauchen dafür verschiedene alternative Wärmequellen. Geothermie ist eine sehr vielversprechende Möglichkeit, um Hamburg langfristig und zuverlässig mit erneuerbarer Wärme zu versorgen. In Wilhelmsburg werden bereits ab der nächsten Heizperiode rund 6.000 Haushalte mit verlässlicher erneuerbarer Wärme aus Geothermie versorgt. Mit unserem Antrag stoßen wir eine Geothermie-Strategie für ganz Hamburg an, die einen Weg für den weiteren und beschleunigten Ausbau sowie konkrete mögliche Standorte für Großwärmepumpen aufzeigt. Geothermie ist ein wichtiger Baustein für eine sichere Wärmeversorgung, die es uns ermöglicht, in künftigen Wintern bezahlbar und klimafreundlich heizen zu können.“
Dazu Alexander Mohrenberg, klima- und energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Hamburg: „Hamburgs Wärmeversorgung muss bezahlbar, emissionsfrei und klug organisiert sein. Um alle Potentiale für Erneuerbare Energien zu erschließen, müssen wir auch Geothermie mehr in den Blick nehmen. Dank neuer Bundesgesetzgebung kommt nun frischer Wind in das Thema. Dass dieses Potenzial real ist, zeigt Wilhelmsburg schon heute: Dort sorgt Geothermie verlässlich und klimafreundlich für Wärme für tausende Haushalte direkt vor Ort. Mit unserem Antrag schaffen wir die Grundlage für eine umfassende Geothermie-Strategie, die die Energieversorgung Hamburgs unabhängiger und widerstandsfähiger macht. Besonders wichtig ist uns dabei auch die gezielte Erprobung intersaisonaler Wärmespeicher, mit denen sich überschüssige Wärme aus dem Sommer effizient für den Winter nutzbar machen lässt. Die kommunale Wärmeplanung wird klar benennen, was möglich ist und wo wir weiter nachschärfen müssen. Mit der Geothermie nehmen wir schon jetzt eine Option in den Blick, die mittelfristig fest zum Hamburger Wärmemix gehören kann. Genau dafür schaffen wir jetzt die strategischen Voraussetzungen.“
Den Antrag zur Pressemitteilung finden Sie hier.


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