SPD und Grüne setzen sich mit einem gemeinsamen Antrag dafür ein, die Bekanntheit von Repair-Cafés zu steigern. Zudem soll geprüft werden, ob und wie die lokale Kooperation und Vernetzung von Handwerksbetrieben und Repair-Cafés gestärkt werden kann (siehe Anlage). Die Werkstätten sind bereits in vielen Stadtteilen Hamburgs vertreten und tragen durch Reparaturhilfen zu einem ressourcenschonenden Umgang mit Produkten bei. Der Antrag der Regierungsfraktionen wird im Rahmen der heutigen Bürgerschaftssitzung debattiert.
Dazu Ulrike Sparr, Sprecherin für Umwelt, Natur und Kreislaufwirtschaft der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Anstatt Elektrogeräte reparieren zu lassen, werden sie häufig einfach entsorgt. Das ist vollkommen unnötig. Zurzeit fallen jährlich in Deutschland 22 Kilogramm Elektroschrott pro Kopf an. Das wenigste davon wird recycelt und so gehen seltene und wichtige Rohstoffe verloren. Es gibt viele Stellschrauben um diesen Missstand zu beheben. Die EU hat gerade mit der neuen Ökodesignrichtlinie die Vorgaben für die Hersteller*innen verschärft. Auch in Hamburg müssen wir die Bedeutung von Reparaturen für Klimaschutz und Ressourcenschonung noch mehr hervorheben. Mit dem rot-grünen Bürgerschaftsantrag gehen wir den richtigen Weg und zeigen den Hamburger*innen, welche Möglichkeiten die Repair-Cafés und auch kleine Handwerksbetriebe bieten, um defekte Elektrogeräte wieder nutzbar zu machen.”
Dazu Sarah Timmann, verbraucherschutzpolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist ein wesentlicher Bestandteil effizienter Klimaschutzpolitik. Dazu braucht es Anreize, damit sich Verbraucher:innen häufiger gegen eine Neuanschaffung und für die Reparatur von defekten Geräten entscheiden. In Hamburg gibt es inzwischen in vielen Stadtteilen Repair-Cafés. Dort helfen zumeist Ehrenamtliche bei Reparaturen. Werken, Selbermachen und das Klima schützen stehen dabei im Mittelpunkt. Damit zukünftig mehr Menschen von diesen einfach zugänglichen Angeboten Gebrauch machen, sollen Informationen über die Repair-Cafés besser im offiziellen Informationsangebot der Stadt Hamburg verankert werden. Außerdem soll eine öffentliche Kampagne ihren Bekanntheitsgrad steigern. So unterstützen wir Verbraucher:innen, lokal und nachhaltig zu handeln und schonen damit auch den Geldbeutel.“


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