Um die Gleichstellung im Hamburger Sport weiter voranzubringen, setzen sich SPD und Grüne mit einem gemeinsamen Antrag dafür ein, dass der Senat regelmäßig und umfassend zu den gleichstellungspolitischen Entwicklungen im Hamburger Sport berichtet. Die Erkenntnisse des Berichts sollen künftig bei der Fortschreibung des Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramms berücksichtigt werden. Die Hamburgische Bürgerschaft wird am 24. Februar über die Drucksache abstimmen.
Dazu Maryam Blumenthal, sportpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Es ist ein zentrales Ziel unserer Politik, allen Menschen gleichberechtigte Teilhabechancen zu ermöglichen – und zwar unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft oder Religion. Diese Maßgabe gilt selbstverständlich auch für den Sportbereich. Die von der Zukunftskommission Sport in Hamburg empfohlene Zielmarke von mindestens 30 Prozent Frauen in den Führungsgremien des organisierten Sports ist daher ein Schritt in Richtung geschlechtliche Gleichberechtigung. Mit dem durch den Antrag geforderten regelmäßigen Bericht über gleichstellungspolitisch relevante Entwicklungen im Hamburger Sport können die Fortschritte hin zu einer Gleichberechtigung evaluiert und eng begleitet werden. Und wir können dadurch Handlungsnotwendigkeiten und Bedarfe genau identifizieren. Der Sport ist ein gutes Spiegelbild der Gesellschaft und kann mit Blick auf die Gleichberechtigung Maßstäbe setzen.“
Dazu Juliane Timmermann, sportpolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „In vielen gesellschaftlichen Bereichen sehen wir Stück für Stück die Bereitschaft und immer mehr auch Verständnis dafür, dass man gemeinsam besser vorankommt. Der Sport wirkt auf allen gesellschaftlichen Ebenen und hat die Kraft, zu mehr Geschlechtergerechtigkeit beizutragen. Mit einem dauerhaften Berichtswesen zu den gleichstellungspolitischen Entwicklungen im Sport, sorgen wir für mehr Fairplay und machen die vielen guten Vorbilder aus dem Amateur- und Profisport sichtbar. Gleichzeitig gilt es, die Teilhabechancen auf allen Ebenen zu benennen und zu verbessern. Ob Gender-Pay-Gap, geschlechtersensible Darstellung in den Medien, Gewaltfreiheit oder strukturelle Rahmenbedingungen für eine gleichberechtigte Teilhabe – all diese Aspekte wollen wir auch im Sport gemeinsam verbessern. Initiativen wie die Hamburger ‚Sportsfrauen‘ machen schon heute Mut und zeigen, dass der Sport das Thema in Hamburg bereits tatkräftig angeht. Das wollen wir sichtbar machen.“


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