Um die pandemiebedingten Lernrückstände beim Schwimmen lernen abzubauen, wird die von der Bürgerschaft initiierte Anfänger-Schwimmlernoffensive vom Senat weiter vorangetrieben. Diese sieht vor, dass jedes Kind, das Schwimmen lernen möchte, in Hamburg eine Unterstützung von 40 Euro erhält. Kinder aus Familien, die Sozialleistungen empfangen, können kostenlos an Schwimmkursen teilnehmen. Dies geht aus der Antwort des Senats auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der sportpolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion, Juliane Timmermann, hervor (siehe Anlage). Mit einem gemeinsamen Antrag hatte die rot-grüne Regierungskoalition am 15. Dezember 2021 zusätzlich eine Million Euro für Anfänger-Schwimmintensivkurse bereitgestellt (siehe Anlage).
Dazu Maryam Blumenthal, sportpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Das Schwimmen lernen bei Kindern ist uns besonders wichtig, weshalb wir den durch die Corona-Pandemie entstandenen Bedarfsstau durch monatelange Schließungen der Bäder unbedingt kompensieren wollen und müssen. Das haben wir bereits durch unsere beiden Anträge in der Bürgerschaft zum Schwimmen lernen im März und Dezember vergangenen Jahres verdeutlicht. Schon in 2021 konnten wir mit den dafür bereitgestellten Mitteln über 4000 Kinder zusätzlich erreichen, die so die Möglichkeit bekommen haben, durch Seepferdchen- und Bronzekurse in den Hamburger Bädern das Schwimmen zu erlernen. Die Fortsetzung des Programms in 2022 war folgerichtig, wenngleich unser Ziel, allen Kindern das Schwimmen lernen zu ermöglichen, noch nicht erreicht ist. Für uns ist klar: Das darf auch in Zukunft nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen, weshalb wir Kursgebühren mit den dafür bereitgestellten Mitteln fördern oder ganz übernehmen müssen. Um hier möglichst viele Möglichkeiten anbieten zu können, begrüßen wir es sehr, dass die Ausbildung von Übungsleiter*innen intensiviert und finanziert wird. Insgesamt sollen in 2022 durch die von Rot-Grün initiierte Schwimmlernoffensive weit über 7000 Kinder erreicht werden. Das Bäderland Hamburg, der Hamburger Schwimmverband e. V. und der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Landesverband Hamburg e. V. leisten hier gute und für Kinder enorm wichtige Arbeit.“
Dazu Juliane Timmermann, sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg: „Das sind sehr gute Nachrichten von Hamburgs Anfänger-Schwimmlernoffensive. Teilnehmende bekommen 40 Euro pro Kurs Förderung bei der DLRG oder beim Schwimmverband und den Schwimmvereinen. Die Stadt übernimmt die vollen Kosten für die Anmietung von Wasserzeiten im Rahmen des Projekts, die Anbieter erhalten bei Bedarf eine 200 Euro Kostenpauschale zum Beispiel für Materialien, die Ausbildung von Schwimmübungsleitenden wird finanziert und das ganze wird demnächst durch eine öffentlichkeitswirksame Kampagne begleitet. Derzeit sind bereits über 3.000 teilnehmende Kinder für Seepferdchen- oder Bronzekurse bis Mai geplant am Start. Im Sommer kommen voraussichtlich noch einmal tausende Kinder bei Bäderland, der DLRG oder den Schwimmvereinen hinzu. Bereits 2021 konnten über 4.000 Kinder erreicht werden. Besonders hervorheben möchte ich einen neuen und wichtigen Ansatz: Kinder aus Familien, die Sozialleistungen empfangen, werden durch das Programm mit der vollen Kursgebühr gefördert. Jedes Kind muss die Chance bekommen, Schwimmen zu lernen. Corona darf keine Generation von Nichtschwimmerinnen und Nichtschwimmern hervorbringen.“


Neuste Artikel
Wirtschaft
Grünes Positionspapier zur 14. Nationalen Maritimen Konferenz: Deutsche Seehäfen stärken – Verantwortung gemeinsam wahrnehmen
Die Seehäfen in Deutschland sind von zentraler Bedeutung für Wirtschaft, Logistik, Energieversorgung und Sicherheit. Sie stehen jedoch vor großen Herausforderungen: Überalterte Infrastruktur trifft auf neue Anforderungen durch Klimaschutz, Digitalisierung und geopolitische Veränderungen. Der daraus resultierende Investitionsbedarf ist erheblich und kann nicht allein von den Küstenländern getragen werden. Mit der Nationalen Hafenstrategie hat der Bund den…
Tourismus
Neue Perspektiven für den Fischmarkt – Rot-Grün bringt Weiterentwicklung der Elbmeile auf den Weg
Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen die Zukunftsperspektiven für die Elbmeile und den traditionsreichen Fischmarkt gezielt weiterentwickeln. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, neue Zielgruppen zu erschließen und die wirtschaftliche Grundlage des Marktes langfristig zu sichern. Dazu soll ein abgestimmtes Handlungskonzept erarbeitet werden, das kurzfristige Verbesserungen mit einer mittel- und langfristigen Entwicklungsperspektive verbindet….
Digitalisierung
Digitale Souveränität – Rot-Grün schafft Grundlage für nachhaltigen Ausbau von Rechenzentren
Rechenzentren sind das Herzstück der digitalen Infrastruktur. Ihr Ausbau verbraucht jedoch viel Fläche, Wasser, Elektronik und Energie. SPD und Grüne setzen bei der Entwicklung Hamburgs zu einem leistungsstarken Standort für Rechenzentren daher auf eine strategische Planung und einen nachhaltigen Ausbau im Einklang mit den Hamburger Klimaschutzzielen. Über den Zusatzantrag entscheidet die Hamburgische Bürgerschaft in ihrer…
Ähnliche Artikel
Sport
Trendsport Pickleball – Rot-Grün stärkt sportliche Vielfalt in Hamburg
Trendsportarten gewinnen bundesweit wie auch in Hamburg zunehmend an Bedeutung und sprechen neue Zielgruppen für Sport und Bewegung an. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen die wachsende Trendsportart Pickleball in Hamburg gezielt in den Blick nehmen und die Erprobung neuer Spielmöglichkeiten auf den Weg bringen. An geeigneten Pilotstandorten – etwa in Schulsporthallen, auf Schulhöfen…
Sport
Eis- und Radrennbahn Stellingen – Initiative für Übergangslösung und Neubau
Die Kunsteis- und Radrennbahn in Stellingen musste kürzlich aufgrund massiver Schäden am 30 Jahre alten Membrandach aus Sicherheitsgründen schließen. Die Sanierung ist aus technischer und wirtschaftlicher Perspektive nicht sinnvoll. Um eine Übergangsmöglichkeit für die Sportler*innen zu schaffen und eine neue Sportstätte in Stellingen anzustoßen, bringen die Regierungsfraktionen nun bis zu 125.000 Euro aus dem Sanierungsfonds…
Sport
Neuer Kunstrasenplatz in Jenfeld – HFV-Sportanlage wird fit für die Zukunft
Der Kunstrasenplatz auf dem Gelände des Hamburger Fußballverbands (HFV) in Jenfeld ist einer der letzten in Hamburg, die noch mit dem umweltschädlichen Gummigranulat „Infill“ befüllt sind. Mit einem gemeinsamen Antrag bringen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen jetzt die Sanierung des Platzes auf den Weg. Dafür sollen bis zu 165.000 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg…