Außerschulische Bildung

Verpflegung von Hamburgs Schüler*innen – Koriath: „Die gemeinsame Mahlzeit ist eine sozialpolitische Herausforderung“

Die derzeitige wirtschaftliche Krisensituation bringt viele Unternehmen in Schieflage. Dazu gehören auch die Caterer, die in Hamburg für das Schulessen von Hundertausenden Kindern verantwortlich sind. Mit ersten Maßnahmen hat der rot-grüne Senat nun Preissteigerungen bis zu Sommer 2023 ausgebremst und eine gute Verpflegung sichergestellt. Die Grüne Fraktion Hamburg begrüßt diese temporären Hilfen, mahnt zugleich aber an, dass es perspektivisch einer grundsätzlichen Neuausrichtung der finanziellen Substitutionen im Bereich des Schulessens bedarf. Eine gesunde Verpflegung in der Schule ist für viele Kinder ein wichtiger und nicht zu ersetzender Bestandteil ihrer täglichen Nahrungsaufnahme. Die städtische Unterstützung muss daher zweifelsfrei alle erreichen, die auch Unterstützung brauchen.

Dazu Sina Aylin Koriath, Sprecherin für den Ganztag der Grünen Fraktion Hamburg: „Die kürzlich zwischen Caterern und Schulbehörde vereinbarten Preise spiegeln in Zeiten hoher Inflation die gestiegenen Kosten wieder und sichern den Fortbestand der Unternehmen. Es ist daher sehr wichtig, dass der Senat auch mit Blick auf finanzielle Hilfen hier erstmal eine gute Lösung gefunden hat. Mittelfristig muss es aber darum gehen, bis Ende 2023 die staatlichen Substitutionen grundlegend zu überarbeiten und sie nicht mit der Gießkanne zu verteilen. Wir sehen es als nötig an, die seit 2012 bestehende Gebührenberechnung anzupassen und dabei vor allem die weiterführenden Schulen stärker mit in den Blick zu nehmen. Es muss alles dafür getan werden, die tägliche Essensversorgung an Hamburger Schulen sicherzustellen sowie sie gerecht und zielgerichtet zu fördern. Denn das Mittagessen geht alle an – Eltern, Schüler*innen, Beschäftigte, Schulleitungen und Behörden. Die gemeinsame Mahlzeit wertzuschätzen und möglichst hochwertig und gesund auf die Teller zu kriegen, ist eine sozialpolitische Herausforderung. Diese Veränderung mit einer Ernährungswende und regionalen Versorgungstrukturen zusammenzubringen, wäre ein kluger Schritt in eine nachhaltige Zukunft.“

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