Auf der heutigen Landespressekonferenz wurde von Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein die Zahlen der Wohnungsbauförderung für 2023 vorgestellt. Demnach wurde für 2.380 Sozialwohnungen die Förderung bewilligt. Der Gesamtbestand an Sozialwohnungen liegt stabil bei über 81.000. Zusätzlich wurden 1.819 Förderungen bei Modernisierungen und Bindungsankäufen realisiert. Somit können 4199 bezahlbare Wohnungen zusätzlich auf den Wohnungsmarkt gebracht werden. Die Grüne Fraktion begrüßt diese erfreulichen Zahlen und ebenso die bundesweite Spitzenposition, die Hamburg dadurch einnimmt.
Dazu Olaf Duge, Sprecher für Bauen und Wohnen der Grünen Fraktion Hamburg: „Der Wohnungsmarkt befindet sich nach wie vor auf rauer See. Vielfache Krisen prägen das wirtschaftliche Umfeld, Herausforderungen bei Lieferketten, Kostensteigerungen und Zinsbelastungen sorgen für einen erheblichen Druck. Die aktuellen Zahlen der bewilligten Sozialwohnungen und Bindungen durch Modernisierungen sind daher ein deutlicher Lichtblick und eine gute Nachricht für unsere Stadt. 4.199 Sozialbindungen mit 2.380 geförderten Neubauwohnungen sind ein ermutigendes Zeichen. Wir werden eine große Kraftanstrengung brauchen, um für 2024, spätestens jedoch 2025, die Trendwende in den Gesamtgenehmigungszahlen für den Neubau zu erreichen. Mit einem Einbruch von rund 45 Prozent auf 5.404 Neubauwohnungen mussten wir leider aufgrund der konjunkturellen Lage rechnen – eine bittere Entwicklung. Unser Ziel ist es nun, die Anzahl an Sozialwohnungen und die Zusammenarbeit mit gemeinwohlorientierten Wohnungsbauträgern insgesamt zu steigern. Insbesondere den zweiten und den neuen, dritten Förderweg wollen wir voranbringen. Das ist für uns Grüne in der Koalition ein Kernanliegen. Unser Förderprogramm ist mit einer angemessenen Rendite für sozial orientierte Baugesellschaften und Genossenschaften sehr auskömmlich ausgestattet.“


Neuste Artikel
Öffentliche Unternehmen
Stadtwirtschaft effizienter organisieren – Rot-Grün weitet Shared-Service-Prinzip aus
Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen die Hamburger Stadtwirtschaft effizienter organisieren und Doppelstrukturen reduzieren. Dafür sollen Leistungen wie Einkauf und Vergabe, Personalservices, IT-Services, Rechnungswesen sowie Facility- und Fuhrparkservices künftig stärker nach dem Shared-Service-Prinzip gebündelt, standardisiert und digitalisiert werden. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der Stadtwirtschaft insgesamt zu stärken und Kosten zu verringern. Über den…
Wissenschaft
Universität Hamburg bleibt Exzellenzuniversität – Storm „Kluge Wissenschaftspolitik macht sich bezahlt!“
Die Entscheidung ist gefallen: Die Universität Hamburg konnte ihren Titel als Exzellenzuniversität verteidigen und erhält im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder für weitere sieben Jahre Fördergelder. Dies ist das Ergebnis einer intensiven Evaluation, mit der die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Wissenschaftsrat bestätigen, dass die Universität Hamburg ihre Ziele aus der ersten Förderphase…
Fraktionsvorstand
Finanzkonzept für Olympia-Bewerbung – Imhof: „Hamburg ist gut aufgestellt für erfolgreiche olympische und paralympische Spiele“
Am 31. Mai entscheiden die Menschen in Hamburg über eine Olympia-Bewerbung. Das heute vom Senat vorgestellte Finanzkonzept ist eine solide Grundlage für wirtschaftlich tragfähige Spiele, die allen Menschen in Hamburg langfristig zugutekommen. Die Berechnungen zeigen, dass Olympia erhebliche Zukunftsinvestitionen und Fördersummen in die Hansestadt bringt und einen nachhaltigen Entwicklungsschub für die gesamte Stadt bedeutet. Dazu…
Ähnliche Artikel
Bauen
Temporäres Wohnen erproben – Rot-Grün will Zwischennutzungen leerstehender Büroflächen weiterentwickeln
Leerstand von Büroflächen eröffnet neue Möglichkeiten für eine flexible Nutzung des vorhandenen Gebäudebestands. Mit einem gemeinsamen Antrag setzen sich die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen dafür ein, experimentelle Zwischennutzungen von leerstehenden Gewerbegebäuden zu Wohnzwecken weiter zu erproben und rechtlich zu prüfen. Ziel ist es, zusätzliche Erkenntnisse darüber zu gewinnen, unter welchen Voraussetzungen temporäres Wohnen sinnvoll,…
Bauen
Soziale Bodenpolitik wirkt – Rot-Grün stärkt das Erbbaurecht
Auch im Jahr 2024 konnte die Freie und Hansestadt Hamburg durch gezielte Ankäufe und Vorkaufsrechte erneut mehr Fläche sichern, als verkauft wurde. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich mit einem aktuellen Antrag für eine konsequente Fortführung der sozialen Bodenpolitik ein. Das erfolgreiche Modell der positiven Flächenbilanz soll in den kommenden Jahren fortgeführt und…
Bauen
Bezahlbares Wohnen – Rot-Grün startet Pilotprojekte für kostenreduziertes Bauen
Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen bringen in Hamburg neue bezirkliche Pilotprojekte für kostenreduziertes Bauen auf den Weg. Ziel ist es, durch eine Senkung nicht zwingender Baustandards und eine Optimierung der Planungs- und Genehmigungsprozesse bezahlbare Mieten im freifinanzierten Wohnungsbau zu ermöglichen. Als erstes großes Testgebiet wurde bereits das Wilhelmsburger Rathausviertel mit 1.600 Wohneinheiten festgelegt. Zudem…