An Hamburger Schulen werden künftig neben evangelischen auch alevitische, muslimische und jüdische Lehrkräfte das Fach Religionsunterricht für alle (Rufa) unterrichten. Dies gab der Senat gemeinsam mit Kirchen und Religionsgemeinschaften heute bekannt. Darüber hinaus wird sich künftig auch die katholische Kirche durch ein Modellprojekt am gemeinsamen Religionsunterricht beteiligen. Die Grüne Bürgerschaftsfraktion begrüßt diese Entwicklung ausdrücklich.
Dazu Filiz Demirel, religionspolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Mit dem Fach Religionsunterricht für alle verfügen wir über das fortschrittlichste und integrativste Modell für konfessionellen Religionsunterricht in ganz Deutschland. Nirgendwo sonst erhalten junge Menschen schon in der Schule einen so wertvollen Blick über den Tellerrand der eigenen Religion und Weltanschauung wie bei uns in Hamburg. Das baut aktiv Vorurteile ab und fördert Toleranz, Anerkennung und Integration von Anfang an.
Darüber hinaus zeugt die gemeinsame, gleichberechtigte Trägerschaft vom einzigartigen und konstruktiven interreligiösen Dialog in unserer Stadt. Eine Grundlage dafür sind die bestehenden Verträge mit den muslimischen und alevitischen Gemeinden, ohne die diese Entwicklung so nicht möglich gewesen wäre. Dass nun auch die katholische Kirche im Rahmen eines Modellversuchs am Religionsunterricht für alle teilnehmen wird, zeigt einmal mehr, dass wir hier gemeinsam auf dem richtigen Weg sind. Darüber bin ich sehr froh.“


Neuste Artikel
Kindergesundheit
Harburger Hebammenzentrum eröffnet – Schittek: „Wichtige Anlaufstelle für Schwangere und junge Familien“
In Harburg wurde heute ein neues Hebammenzentrum eröffnet, in dem Schwangere und junge Familien künftig eine umfassende Betreuung vor und nach der Geburt erhalten. Das Zentrum am Standort Sand 35 geht mit vier Hebammen an den Start und soll zukünftig weiter ausgebaut werden. Die Grüne Fraktion zeigt sich hocherfreut über die neue Anlaufstelle, die die…
Digitalisierung
Aktuelle Stunde – Botzenhart: „In Hamburg ist Digitalisierung ein erfolgreicher Standortfaktor“
In ihrer heutigen Sitzung hat die Hamburgische Bürgerschaft über die Herausforderungen der Digitalisierung und die Fortschritte in der Hansestadt diskutiert. Hamburg ist laut Bitkom-Länderindex bundesweite Spitze insbesondere in den Bereichen digitale Wirtschaft und Infrastruktur. Für die Grüne Fraktion ist diese Spitzenposition das Ergebnis einer erfolgreichen Standortpolitik, die moderne Infrastruktur, digitale Bildung und privatwirtschaftliche Initiative verbindet….
Fraktionsvorstand
Verfassungsschutzbericht 2025 – Imhof: „Anstieg bei gewaltbereiten Rechtsextremisten ist ein Warnsignal“
Der heute vorgestellte Verfassungsschutzbericht 2025 macht deutlich: Die Bedrohungen für die freiheitlich-demokratische Grundordnung sind so vielschichtig wie selten zuvor – von internationalen Konflikten, deren Folgen bis nach Hamburg reichen, bis hin zu antidemokratischen Bestrebungen im Inland mit steigendem Gewaltpotenzial. Vor diesem Hintergrund komme es besonders auf die Stärkung der wichtigen Arbeit von Sicherheitsbehörden an. Die…
Ähnliche Artikel
Religion
Dunkelfeldstudie zu Antisemitismus – Gwosdz: „Jüdisches Leben muss angstfrei möglich sein!“
Heute wurde die Dunkelfeldstudie „Jüdisches Leben und Alltag in Hamburg“ vorgestellt. Sie wurde auf Initiative des Hamburger Antisemitismusbeauftragten erarbeitet und in Zusammenarbeit mit der Akademie der Polizei Hamburg, der Polizeiakademie Niedersachsen, der Jüdischen Gemeinde in Hamburg und der Gleichstellungsbehörde (BWFGB) durchgeführt. Insgesamt 548 Jüdinnen und Juden, überwiegend aus Hamburg, berichten in der Studie über ihre…
Religion
Austausch mit islamischen und alevitischen Religionsgemeinschaften – Staatsverträge bleiben wichtige Grundlage für erfolgreiche Zusammenarbeit
Die rot-grünen Regierungsfraktionen sprechen sich dafür aus, die Zusammenarbeit zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und den islamischen Religionsgemeinschaften – die sich aus dem Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg (SCHURA), DITIB Hamburg und dem Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) zusammensetzen – sowie den alevitischen Religionsgemeinschaften fortzusetzen. Die einst von der CDU vorbereiteten und 2012…
Religion
Beteiligung an Bund-Länder-Gesprächen – Gemeinsam gegen Antisemitismus in Kultur und Wissenschaft
Hamburg soll sich aktiv in die angekündigten Bund-Länder-Gespräche gegen Antisemitismus in Kultur und Wissenschaft einbringen. Das sieht ein gemeinsamer Zusatzantrag der Regierungsfraktionen vor. SPD und Grüne setzen sich darüber hinaus dafür ein, dass der Senat in Gesprächen mit Hamburger Kulturbetrieben und Hochschulen Maßnahmen vereinbart, um antisemitischen Äußerungen vorzubeugen sowie Lösungen im Umgang mit antisemitischen Vorfällen…