Das Erzbistum Hamburg plant, künftig Teil des Hamburger Modells „Religionsunterricht für alle“ (RUfa) zu werden. Bislang wird das bundesweit einmalige Modell des gemeinsamen Religionsunterrichts für alle Schüler*innen nur von der evangelischen Kirche, der alevitischen Gemeinde, der jüdischen Gemeinde und islamischen Verbänden verantwortet. Die Grüne Bürgerschaftsfraktion begrüßt die Beteiligung der katholischen Kirche und die damit verbundene Stärkung des RUfa.
Dazu Michael Gwosdz, religionspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Dass sich das Erzbistum Hamburg zukünftig am Religionsunterricht für alle beteiligen will, ist ein bedeutender Schritt, den wir ausdrücklich begrüßen. Das Modell des gemeinsamen Religionsunterrichts leistet seit Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zur Integration, zu gutem Zusammenleben und wechselseitigem Verständnis zwischen den Religionsgemeinschaften in Hamburg. Wenn künftig auch die Schüler*innen der beiden großen christlichen Konfessionen gemeinsam am interreligiösen Unterricht teilnehmen, ist das ein wichtiges Signal und fördert das gleichberechtigte Miteinander der Religionen in unserer Stadt.“
Hintergrund:
Der „Religionsunterricht für alle“ (RUfa) ist ein bundesweit einmaliges, trägerplurales Unterrichtsformat an den staatlichen Schulen in Hamburg, das bereits Mitte der 1980er Jahre ins Leben gerufen wurde. Es wendet sich an alle Schüler*innen ungeachtet ihrer jeweiligen religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen und berücksichtigt auch die säkulare Perspektive. Kinder und Jugendliche aller religiösen und weltanschaulichen Orientierungen und Herkunft werden gemeinsam von studierten und examinierten Lehrkräften unterrichtet. Bislang war die katholische Kirche nicht am RUfa beteiligt.


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