Die heutigen Großkundgebungen zum Tag der Arbeit in Hamburg finden unter dem Motto „Ungebrochen solidarisch“ statt. In Zeiten massiver Krisen ist gesellschaftliche Solidarität und eine gerechte Arbeitswelt von zentraler Bedeutung. Gewerkschaften und Betriebsräte spielen dabei eine Schlüsselrolle. Zugleich ist der heutige Tag auch Anlass, auf konkrete Missstände hinzuweisen: So lehnt beispielsweise Hagenbecks Tierpark weiterhin Verhandlungen über einen Tarifvertrag ab. Die Grüne Fraktion setzt sich seit langem für einen verbindlichen Tarifvertrag als Grundlage für faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen ein. Die Entscheidung gegen Verhandlungen ist aus Sicht der Grünen das eindeutig falsche Signal.
Dazu Filiz Demirel, Sprecherin für Arbeitsmarkt der Grünen Fraktion Hamburg: „Am heutigen Tag der Arbeit gilt es, die hohe Bedeutung von Solidarität zu betonen – und das in einer Zeit, die von massiven Krisen geprägt ist. Gerade in dieser Lage ist es von unschätzbarem Wert, dass Arbeitnehmer*innen gut von ihrer Arbeit leben können. Gerade jetzt ist es wichtig, dass Arbeitgeber*innen den Wert ihrer Beschäftigten erkennen und Ihnen die Wertschätzung entgegenbringen, die sie verdienen. Der akute Fachkräftemangel darf nicht dazu führen, dass die verbliebenen Beschäftigten noch stärker belastet werden. Deshalb fordern wir konsequenten Schutz vor Überlastung und würdige Arbeitsbedingungen. In allen von der Stadt beeinflussbaren Bereichen müssen die Prinzipien von ‚Guter Arbeit‘ gelten. Dafür sind starke Gewerkschaften nötig, mit denen wir weiterhin für soziale Teilhabe, faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen kämpfen. Das Gleiche gilt für die betriebliche Mitbestimmung: Betriebs- und Personalräte kennen ihre Unternehmen oft am besten, wollen Arbeitsplätze schützen und eine sichere Zukunft für alle Beschäftigten gewährleisten. Leider gibt es auch in Hamburg negative Gegenbeispiele. Wir sind zutiefst enttäuscht darüber, dass Hagenbecks Tierpark nach wie vor zu keinen Verhandlungen über einen Tarifvertrag bereit ist und stellen uns klar und solidarisch an die Seite der Hagenbeck-Belegschaft. Wir werden als Gesellschaft nur dann stark bleiben, wenn wir das Arbeitsleben gerechter, nachhaltiger und inklusiver gestalten.“


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