Die heute vom Senat vorgestellte Kampagne „600 Minuten Nachspielzeit – Echte Männer holen sich Hilfe!“ nimmt das Problem der häuslichen Gewalt in den Fokus. Anders als vorherige Kampagnen, die sich vorrangig an Opfer von Gewalt richteten, spricht sie potenzielle oder bereits gewordene Täter an. Ziel ist es, dass diese ihr eigenes Verhalten reflektieren und Hilfs- und Beratungsangebote in Anspruch nehmen. Die Grüne Fraktion begrüßt die Kampagne als effektive Präventionsmaßnahme im Kampf gegen häusliche Gewalt.
Dazu Mareike Engels, frauenpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Es ist eine Wahrheit, die traurig und zugleich unendlich wütend macht: Häusliche Gewalt ist für viele Frauen noch immer Alltag – das eigene Zuhause ist für sie nachweislich der gefährlichste Ort. Dabei kann häusliche Gewalt jede Frau treffen, unabhängig vom Alter oder dem sozialen Milieu. In den meisten Fällen sind die Täter Männer. Es ist daher gut und richtig, dass die neue Kampagne des Hamburger Senats Männer adressiert, die potenziell zu Gewalttätern werden können. Sie appelliert an ihre Verantwortung und macht deutlich: Du hast es selbst in der Hand, einen Beitrag zu leisten, damit die furchtbare Gewalt gegen Frauen endlich ein Ende hat – und du kannst dir aktiv Hilfe suchen. Die Kampagne ist ein wertvoller Baustein im Kampf gegen häusliche Gewalt. Wir müssen sowohl den Betroffenen und Opfern von Gewalt eine Stimme geben als auch auf potenzielle Täter einwirken. Die Kooperation mit dem HSV adressiert zudem das Problem, dass es im Anschluss an Fußballspiele unter hohem Alkoholeinfluss nachweislich häufiger zu Gewalt im eigenen Zuhause kommt. Es ist ein starkes Zeichen, dass Politik und Sport in Hamburg hier an einem Strang ziehen und gemeinsam gegen häusliche Gewalt kämpfen.“


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