Der Fall von Collien Fernandes zeigt: Digitale sexualisierte Gewalt findet oft im nahen Umfeld statt und ist weit verbreitet. Die Grüne Fraktion solidarisiert sich mit allen Betroffenen und ist entschlossen, digitale Gewalt effektiv zu bekämpfen. Bestehende Schutzlücken müssen geschlossen werden, Plattformen stärker reguliert und Täter in die Verantwortung genommen werden.
Dazu Mareike Engels, frauenpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Collien Fernandes hat öffentlich gemacht, was viele Betroffene erleben: Im Internet werden Identitäten gestohlen, Fake-Profile erstellt und teils gefälschte, pornografische Bilder mit der ganzen Welt geteilt. Diese digitale Gewalt ist reale Gewalt. Die Täter sind weit überwiegend Männer und kommen häufig aus dem privaten Umfeld der Opfer. Es sind Freunde, Verwandte und (Ex-)Partner. Unsere Anmeldung zur Aktuellen Stunde ist deshalb auch ein Appell an alle Männer, sich mit Sexismus zu beschäftigen, Verantwortung zu übernehmen und Teil der Lösung zu werden. Gleichzeitig müssen wir die die Perspektive der Betroffenen endlich ins Zentrum der Debatte rücken und politisch handeln. Noch immer erleben viele Frauen, dass sie mit den Folgen digitaler sexualisierter Gewalt allein gelassen werden. Während sich Inhalte im Netz in Sekunden verbreiten, kämpfen Betroffene häufig jahrelang – und das oft erfolglos – um ihre Rechte und ihre Würde. Das muss sich endlich ändern. Neben besserem gesetzlichen Schutz vor digitaler Gewalt braucht es einen Ausbau niedrigschwelliger Unterstützungsstrukturen. Auch digitale Plattformen müssen endlich stärker in die Verantwortung genommen werden. Die Scham muss endlich die Seite wechseln!“


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