Bis 2030 sollen 80 Prozent der geeigneten öffentlichen Dächer in Hamburg mit Solaranlagen ausgestattet sein. Um dieses Ziel zügig zu erreichen, setzen sich die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen für eine zentrale Planung und Priorisierung der Solarbebauung ein. Gebäude mit ähnlichen Gegebenheiten sollen zu Clustern zusammengefasst und der Ausbau durch stärkere Standardisierung beschleunigt werden. Neben der Bebauung durch das städtische Solarunternehmen HKE sollen öffentliche Dächer auch an private Akteure wie Bürgerenergiegenossenschaften weitergegeben werden. Über den Zusatzantrag entscheidet die Hamburgische Bürgerschaft in ihrer heutigen Sitzung.
Dazu Melanie Nerlich, energiepolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Auch in Hamburg ist der Solarausbau in vollem Gange. Um unser Ziel zu erreichen, bis 2030 80 Prozent der öffentlichen Dächer mit Solaranlagen zu belegen, müssen wir in den kommenden vier Jahren aber noch eine Schippe drauflegen. Unser städtisches Solarunternehmen HKE leistet bereits einen wertvollen Beitrag zum Ausbau, kann aber selbstverständlich nicht alle öffentlichen Dächer in Hamburg im Alleingang belegen. Öffentliche Gebäude, die nicht zeitnah von Hamburgs HKE bebaut werden können, sollen deshalb aber nicht leer bleiben: In Zukunft sollen sie an private Unternehmen oder Bürgerenergiegenossenschaften vergeben werden. So können auch die Hamburger*innen vor Ort an der Energiewende mitwirken und von ihr profitieren.“
Dazu Alexander Mohrenberg, klima- und energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Hamburg: „Wir brauchen mehr Solar auf öffentlichen Dächern. Mit dem ‚Projekt Sonne‘ nehmen wir über 3.500 städtische Gebäude unter die Lupe und machen den Weg frei für Solarstrom auf jedem geeigneten öffentlichen Dach, von der Kita bis zum Bezirksamt. Gerade die Hamburger Schulen sind dafür sehr geeignet – viele Schulen werden neu gebaut, Bestandsgebäude haben eine besonders gute Statik und oft ungenutzte Dächer. Bis 2030 sollen mindestens 80 Prozent der geeigneten Flächen mit Solaranlagen belegt sein. Dabei profitieren die öffentlichen Einrichtungen ab dem ersten Tag der Inbetriebnahme von günstigerem Strom direkt vom eigenen Dach. So bringen wir die Energiewende voran, auf den Dächern und bei den Hamburger:innen vor Ort.“


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