Der Senat hat heute den Entwurf für den Doppelhaushalt 2027/2028 vorgestellt. Mit Rekordinvestitionen, der Sicherung zentraler Leistungsversprechen und einer soliden Finanzpolitik setzt Hamburg dabei auf Zukunftsfähigkeit, wirtschaftliche Stärke und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, rückläufiger Einnahmeerwartungen und steigender gesetzlicher Ausgaben hält die Stadt damit Kurs bei Investitionen und Konsolidierung.
Dazu Dennis Paustian-Döscher, haushaltspolitischer Sprecher der Grünen Fraktion Hamburg: „Der heute vorgestellte Haushaltsplanentwurf des Senats setzt mit einem klaren Schwerpunkt auf Investitionen vor allem in Wissenschaft, Klimaneutralität und Mobilitätswende die richtigen Akzente, um den Wohlstand zu erhalten und das Leben der Menschen in Hamburg weiter zu verbessern. Zu einer soliden Haushaltspolitik gehört es, kommenden Generationen keine Infrastrukturschulden zu überlassen. Zugleich belasten die Wirtschaftslage und die Politik der Bundesregierung auch eine gut wirtschaftende Stadt wie Hamburg. Städte und Kommunen leiden stark unter teuren Entscheidungen wie dem Tankrabatt oder der Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie. Wenn am Ende dieses Jahrzehnts aufgrund von falschen Weichenstellungen aus Berlin jährlich 1,5 Milliarden Euro fehlen sollten, bleibt das nicht ohne Folgen für den Hamburger Haushalt. In der nun notwendigen Phase der strukturellen Haushaltskonsolidierung werden wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt immer im Blick behalten und bestmöglich stärken. Uns ist wichtig, dass Menschen sich insbesondere in schwierigen Lebenslagen und gerade auch in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten auf einen starken Sozialstaat verlassen können. Wir werden den Senatshaushalt konstruktiv begleiten, indem wir alle Ausgaben und Einnahmen auf Herz und Nieren prüfen und den Haushalt final beschließen. Aber anders als im Bund können wir rechnen und kennen die wirtschaftlichen Grundregeln: Wer Steuern senkt und den Ländern und Städten zugleich mehr Aufgaben aufbrummt, schwächt die öffentlichen Haushalte. Das werden wir in Hamburg nicht zulassen und uns gegen weitere Einnahmeausfälle zur Wehr setzen.“
Dazu Milan Pein, haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Hamburg: „Dieser Doppelhaushalt entsteht in einer Zeit großer Herausforderungen. Die wirtschaftliche Entwicklung bleibt schwach, die finanziellen Spielräume werden enger und viele Länder und Kommunen geraten finanziell zunehmend unter Druck. Hinzu kommen erhebliche Einnahmeausfälle durch bundespolitische Entscheidungen sowie steigende Ausgaben, auf die Länder und Kommunen nur begrenzten Einfluss haben. Daher ist es wichtig, dass die Bundesregierung die von ihr angekündigten Reformen mutig in Angriff nimmt. Klar ist aber auch: Hamburg kann nicht über seine Verhältnisse leben. Wer jetzt nicht handelt, setzt die Zukunft des Landes und unserer Stadt aufs Spiel. Deshalb setzt der Senat klare Prioritäten und handelt mit Augenmaß, um die Handlungsfähigkeit der Stadt auch in den kommenden Jahren zu sichern. Gleichzeitig sendet der Doppelhaushalt ein klares Signal: Hamburg sichert zentrale Leistungen und investiert so stark wie nie zuvor in die Zukunft der Stadt – in Bildung und Wissenschaft, in bezahlbares Wohnen, in Sicherheit, Innovation und Infrastruktur, in den Klimaschutz und in den sozialen Zusammenhalt. Gerade in solchen Zeiten zeigt sich, was verantwortungsvolles Regieren bedeutet. In vielen Städten und Ländern ist die Lage noch deutlich dramatischer: Sie müssen schon heute Investitionen verschieben oder Leistungen infrage stellen. Hamburg kann dagegen Investitionen auf den Weg bringen, die den sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt sichern und Zukunftsperspektiven eröffnen. Die Hamburgische Bürgerschaft wird diesen Entwurf in den kommenden Monaten intensiv beraten. In dieser besonderen Lage muss gelten: Wer andere Prioritäten setzen will, muss auch sagen, wie diese finanziert werden sollen.“


Neuste Artikel
Fraktionsvorstand
Bundeswehr-Übung „Red Storm Charlie“ – Imhof: „Vertrauen und Sicherheit entstehen durch gute Vorbereitung“
Die heutige Landespressekonferenz steht im Zeichen der Vorbereitung auf den Krisenfall: Am Donnerstag startet in der Hansestadt die dreitägige Übung „Red Storm Charlie“ unter Leitung des Landeskommandos Hamburg. Sie knüpft an die Übungen „Red Storm Alpha“ (2024) und „Red Storm Bravo“ (2025) an. Rund 500 Soldat*innen trainieren gemeinsam mit etwa 60 zivilen Organisationen die Zusammenarbeit…
Energie Energiepolitik
Für mehr Wärmepumpen – Rot-Grün stellt sechs Millionen Euro zusätzlich für Heizungsförderung bereit
Die Nachfrage nach Wärmepumpen in Hamburg ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Dieser positive Trend wird durch das Hamburger Heizungsförderungsprogramm besonders unterstützt. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen planen nun eine Aufstockung des Hamburger Fördertopfes um sechs Millionen Euro bis Ende des Jahres. Ab 2027 soll das Förderprogramm zudem an die geänderten Rahmenbedingungen im…
Wahlen
Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin / Storm: „Hochpolarisierte Wahlkämpfe mit einer Chance auf stabile Regierungskoalitionen“
Bei der heutigen Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich ab, dass BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aller Voraussicht nach erneut in den Schweriner Landtag gewählt wurden. Wie in Sachsen-Anhalt liegt die AfD hier zum aktuellen Zeitpunkt vorn. Auch in Berlin wurde heute gewählt. Hier ist die LINKE die Wahlgewinnerin. Dazu Selina Storm, Landesvorsitzende der GRÜNEN Hamburg: „Ich freue…
Ähnliche Artikel
Haushalt
Tariftreue stärken, Vergaben vereinfachen – Rot-Grün entwickelt Hamburger Vergaberecht weiter
Mit der geplanten Reform des Hamburgischen Vergabegesetzes soll die Tariftreue bei öffentlichen Aufträgen verbindlich gestärkt und das Vergaberecht zugleich einfacher und praxistauglicher werden. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen entwickeln den Senatsentwurf mit einem Änderungsantrag weiter, um Tariftreue breiter anzuwenden, Kontrollen zu stärken und Vergabeverfahren einfacher und digitaler zu gestalten. Über den rot-grünen Änderungsantrag entscheidet…
Haushalt
Zum Doppelhaushalt 2027/2028 – Döscher: „Für eine moderne Infrastruktur und einen starken Sozialstaat“
Der Hamburger Senat hat heute den Entwurf für den Doppelhaushalt 2027/2028 in die Hamburgische Bürgerschaft eingebracht, der Rekordinvestitionen mit konsequenter Haushaltskonsolidierung verbindet. Eine angespannte Wirtschaftslage, rückläufige Einnahmen und steigende Ausgaben machen es umso wichtiger, die richtigen politischen Schwerpunkte zu setzen. Für die Grüne Fraktion steht dabei die Modernisierung der Hamburger Infrastruktur sowie die Stärkung sozialer…
Haushalt
Mobilitätszuschuss für Hamburgs Beschäftigte – Rot-Grün bringt vergünstigtes Deutschlandticket auf den Weg
Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder und die Gewerkschaften haben sich auf einen neuen Tarifabschluss für die Beschäftigten der Länder geeinigt. Mit einem gemeinsamen Antrag bringen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen jetzt die Umsetzung der Tarifeinigung in Hamburg auf den Weg und führen einen Zuschuss zum Deutschlandticket für die Beschäftigten der Freien und Hansestadt ein. Über…