Die Rot-Grünen Regierungsfraktionen unterstützen den Ausbau des Jugendkulturzentrums Lukulule e.V. mit 500.000 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2020 der Hamburgischen Bürgerschaft . Das neue Zentrum mit einer Fläche von 600 Quadratmetern wird in einer der alten Eisenbahnhallen im Oberhafenquartier entstehen.
Dazu René Gögge, kulturpolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Kinder- und Jugendkultur braucht vor allem eins: Raum zur Entfaltung. Mit den neuen Flächen für Lukulule e.V. machen wir dabei nicht nur einen Sprung nach vorn in Sachen inklusiver Kinder- und Jugendkultur, sondern beleben zugleich das Kreativviertel Oberhafenquartier. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat der Verein immer wieder bewiesen, welch wertvollen Beitrag er für die Hamburger Jugend leisten kann. Dieses Angebot soll nun erweitert werden. Dafür sind moderne und barrierefreie Räume unabdingbar. Uns liegen kulturelle Aktivitäten von und mit Jugendlichen sehr am Herzen. Sie können so ihr Selbstbewusstsein, ihre Toleranz und ihre Fähigkeit zur Kooperation stärken. Diese Baumaßnahme hat unsere volle Unterstützung.“
Dazu Farid Müller, haushaltspolitischer Sprecher und parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Dieses rein privat-finanzierte Jugendkulturzentrum im Oberhafenquartier ist ein starkes Angebot für die gesamte HafenCity und die angrenzenden Stadtteile. Die Bürgerschaft hilft beim Ausbau, die HafenCity GmbH saniert die Halle. Am Ende profitieren insbesondere Jugendliche und Familien in Hamburg-Mitte.“
Dazu Dirk Kienscherf, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Das Kreativquartier Oberhafen ist ein besonderer Ort in der HafenCity, den wir aktuell aus dem Dornröschenschlaf wecken. Der Lukulule e.V. ist mit seinem besonderen Angebot und seinem Engagement im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit beispielgebend für das Areal. Hip-Hop, Breakdance, Singen und Schauspiel sind hier zuhause. Mit den neuen Kursräumen wollen wir das Fundament dafür legen, dass das wertvolle pädagogische Angebot etwa im Bereich der Integration weiter ausgebaut werden kann. Auch in Zukunft sollen Kinder auf den Lukulule-Bühnen Selbstvertrauen tanken können. Gemeinsam mit den anderen Partnern und Spendern können wir auch die Barrierefreiheit der Projekte sichern und damit allen Kindern und Jugendlichen die Teilnahme ermöglichen. Ich bin davon überzeugt, dass wir aus dem Oberhafen mittelfristig ein buntes Kreativquartier für Hamburgs Jugendliche machen können. Die halbe Million für den Lukulule e.V. ist dafür ein toller Anfang.“
Dazu Isabella Vértes-Schütter, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Seit fast zwei Jahrzehnten ist Lukulule fester Bestandteil der Hamburger Kinder- und Jugendkultur und fördert in Gemeinschaft Toleranz, Respekt und Selbstvertrauen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Stärkung der Kinder- und Jugendkulturarbeit ist für uns von besonderer Bedeutung und daher freue ich mich sehr, dass wir mit Mitteln aus dem Sanierungsfonds einen neuen Ort im Kreativquartier Oberhafen ermöglichen können. Klar ist: Soviel Potential braucht neue Räume. Unser Dank gilt den vielen Unterstützerinnen und Unterstützern des Projekts – namentlich der Alfred-Töpfer-Stiftung, der Carl-Töpfer-Stiftung, der Homannstiftung und der Nordmannstiftung.“
Hintergrund: Der Verein Lukulule e.V. arbeitet seit fast zwei Jahrzehnten im Bereich der urbanen Kinder- und Jugendkultur. Unter professioneller Anleitung können junge Menschen ihre Talente entdecken und ihre Freizeit in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten sinnvoll verbringen. Neben der künstlerischen Entwicklung erlernen die Teilnehmenden Toleranz, Kooperationsfähigkeit und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. In regelmäßigen Abständen finden auch Auftritte und Kurspräsentationen statt. Dadurch erleben die Teilnehmenden öffentliche Anerkennung für ihre künstlerischen Leistungen und stärken ihr Selbstvertrauen. Seit zwei Jahren bespielt der Verein die Flächen der Alten Bahnmeisterei im Oberhafenquartier. Er hat sich erfolgreich bei der HafenCity GmbH um die Halle 4.26 beworben. In deren Rohbau sollen 600 Quadratmeter barrierefreie Nutzfläche für Lukulule entstehen. Diese beinhaltet vier Kursräume für Tanz, Gesang oder Schauspiel sowie ein Tonstudio für die Musikproduktion. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme umfassen circa 820.000 Euro. Lukulule e.V. wird neben der Bürgerschaft von mehreren Stiftungen unterstützt.
Foto (zur freien Verfügung): In Halle 4.26 soll ein neues Zentrum für Kinder- und Jugendkultur entstehen (v.l.n.r.): Farid Müller, haushaltspolitischer Sprecher und parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen Bürgerschaftsfraktion, Mable Opoku-Preach, Erste Vorstandsvorsitzende Lukulule e.V., Dirk Kienscherf, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion, René Gögge, kulturpolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion, Isabella Vértes-Schütter, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Rainer Formowitz, Zweiter Vorstandsvorsitzender Lukulule e.V.
Hier geht’s zum Sanierungsfonds-Antrag.


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