In der Aktuellen Stunde der heutigen Sitzung debattiert die Hamburgische Bürgerschaft auf Anmeldung der Regierungsfraktionen von SPD und Grünen erneut die Folgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. Unmittelbar anstehende ökonomische und ökologische Transformationsprozesse im Bereich Klima, Energie und Hafen stehen in den Redebeiträgen im Mittelpunkt. Die Grüne Bürgerschaftsfraktionen regt in diesem Kontext an, ein frühzeitiges Verbot des Verbauens von Gasthermen zu prüfen. Bisher ist vorgesehen, dass mit dem Einbau von Erdgastechnologien bei Immobilien erst im Jahr 2024 Schluss ist.
Dazu Dominik Lorenzen, Vorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Im Angesicht der globalen Energiekrise müssen auch wir in Hamburg unsere bisherigen Pläne für die Energie- und Wärmewende auf den Prüfstand stellen. Denn eines ist klar: Jeder weitere verbaute Gaskessel verlängert die Abhängigkeit von Putin und russischem Gas um mindestens eine Dekade. Deshalb richten wir uns mit einer klaren Bitte an die Eigentümer*innen der Immobilienwelt und fordern sie dazu auf, bei Neubau und Sanierung nicht mehr auf das unverantwortliche Erdgas zu setzen. Politisch hat das über Jahre Putins Kriegskasse gefühlt, privat zwingt es viele Menschen in die Abhängigkeit von immer teurer werdenden Brennstoffen. Wir müssen darüber hinaus in Hamburg prüfen, ob und wie wir schon vor 2024 die Grundlage dafür schaffen können, auf Erdgas bei Neubau und Sanierung zu verzichten. Auch müssen wir klären, wie sich die Förderung und Unterstützung für den Umstieg auf Wärmepumpen und Fernwärme noch besser unterstützen lassen. Das wird ein einschneidender Prozess – vor allem für viele Heizungsbauer*innen. Darum müssen und werden wir uns kümmern, die Wärmewende darf nicht scheitern. Wir müssen Fachkräfte für die Wärmewende ausbilden und umschulen. Nicht übermorgen, sondern jetzt. Die Energiewende gelingt uns nur entschlossen und gemeinsam.“


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