Bis 2030 sollen in Hamburg 3000 zusätzliche Wohnungen für Studierende entstehen. Das sieht ein gemeinsamer Antrag der Regierungsfraktionen von SPD und Grünen vor. Dafür sollen in der ganzen Stadt Flächen für neue Wohnheime geprüft und der Ausbau in enger Zusammenarbeit mit dem Studierendenwerk und weiteren Trägern vorangebracht werden. Ein besonderer Fokus liegt auf kostengünstigem, nachhaltigem Bauen: etwa durch modulare Bauweisen, ressourcenschonende Baustoffe und die Versorgung mit erneuerbarer Energie. Geprüft werden soll zudem, inwiefern sich auch bestehende Gebäude als Studierendenwohnheime eignen. Über den rot-grünen Antrag wird in der kommenden Bürgerschaftssitzung am 10. Dezember entschieden.
Dazu Selina Storm, wissenschaftspolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Für junge Menschen, die neu in der Stadt sind und hier ihr Studium beginnen wollen, ist die Suche nach einer bezahlbaren Wohnung häufig ein Problem. Ein bezahlbares, gut an die Hochschulen angebundenes Zuhause ist Voraussetzung dafür, dass sich junge Menschen das Studium leisten können. Deshalb planen wir im Rahmen des Masterplans 2030 aus unserem Koalitionsvertrag 3000 neue Wohnungen für Studierende in den nächsten fünf Jahren – und entlasten damit künftig viele junge Menschen in einer Lebensphase, in der das Geld häufig knapp ist. Durch das Schaffen von bezahlbarem Wohnraum leisten wir einen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit. Möglichst geringe Baukosten und Nachhaltigkeit sind uns dabei besonders wichtig: In Hamburg setzen wir auch bei Studierendenwohnungen auf modulare Bauweisen, ressourcenschonende Baustoffe sowie erneuerbare Energie. So ermöglichen wir mehr jungen Menschen ein bezahlbares Zuhause und stärken zugleich Hamburg als Wissenschaftsstandort.“
Dazu Philine Sturzenbecher, wissenschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg: „Der Wissenschaftsstandort Hamburg ist sehr beliebt bei jungen Menschen und das bringt auch eine klare Aufgabe mit sich: Wir müssen mehr bezahlbaren Wohnraum für Studierende schaffen. Mit unserem Antrag sorgen wir dafür, dass das Studierendenwerk und weitere Träger schnell und verlässlich bauen und auch Bestandsgebäude sinnvoll nutzen können – mit klaren Zuständigkeiten und schlanken Verfahren. Nachdem wir bereits den Ausbau der Wohnheimplätze für Auszubildende vorangebracht haben, schaffen wir mit dem Masterplan 2030 jetzt 3.000 zusätzliche Wohnplätze für Studierende und machen es ihnen leichter, ihr Studium ohne finanziellen Druck zu beginnen. Wir wollen, dass junge Menschen in Hamburg gute Perspektiven haben, und dazu gehört auch ein bezahlbares Zuhause.“
Den Antrag zur Pressemitteilung finden Sie hier.


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