Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen erweitern die Möglichkeiten der Weiterbildung im freiwilligen Engagement. Ein rot-grüner Bürgerschaftsantrag sieht vor, dass Bildungsurlaub künftig auch für Qualifizierungsmaßnahmen in Bereichen wie der Hospizarbeit, Seelsorge und Angehörigenhilfe genommen werden kann. Um die Angebote zur Weiterbildung noch transparenter zu machen, wird die Aktivoli-FreiwilligenAkademie als zentrale Plattform miteinbezogen. Über den Antrag entscheidet die Hamburgische Bürgerschaft in ihrer kommenden Sitzung am 29. Januar.
Dazu Linus Görg, Sprecher für Pflege, Inklusion und Gesundheitsförderung der Grünen Fraktion Hamburg: „Hamburg lebt von der Vielfalt und dem Engagement seiner Bürger*innen. Mehr als eine halbe Million Menschen engagieren sich freiwillig, ob in der Nachbarschaftshilfe, der Katastrophenhilfe oder in der Hospizarbeit. Besonders im Bereich der Sterbebegleitung leisten Menschen durch ihr freiwilliges Engagement unschätzbare Unterstützung, die Menschen in ihrer letzten Lebensphase Würde und Halt gibt. Mit der Erweiterung der Verordnung schaffen wir bessere Bedingungen für ehrenamtlich Tätige. Bildungsurlaub ermöglicht es, notwendige Qualifikationen für diese anspruchsvollen Aufgaben zu erwerben, ohne dass dies allein in der Freizeit geschehen muss. Damit honorieren wir nicht nur die Arbeit der Ehrenamtlichen, sondern schaffen auch Anreize für mehr Menschen, sich freiwillig zu engagieren.“
Dazu Nils Hansen, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Hamburg: „Mit unserer Engagementstrategie haben wir das Ehrenamt fest im Blick. Über eine halbe Million Hamburger:innen engagieren sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich und leisten damit einen bedeutenden Beitrag zur Lebensqualität in unserer Stadt. Doch gerade Berufstätige haben oft Schwierigkeiten, neben Ehrenamt und Job Zeit für Weiterbildungen aufzubringen. Mit unserem Antrag wollen wir diese Herausforderung pragmatisch angehen und die Möglichkeiten für Bildungsurlaub von freiwillig Engagierten ausweiten. Insbesondere das Engagement in der Angehörigen- und Altenhilfe, in der Hospizarbeit und in der Seelsorge soll aufgrund seiner Bedeutung für das Gemeinwohl in die Liste der bildungsurlaubsfähigen Weiterbildungen aufgenommen werden. Damit wollen wir den Engagierten nicht nur neue Qualifikationen ermöglichen, sondern auch unsere Wertschätzung für ihren unverzichtbaren Einsatz zum Ausdruck bringen.“
Den Antrag zur Pressemitteilung finden Sie hier.


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