Die Corona-Pandemie hat viele Eltern und Kinder vor große Herausforderungen gestellt. Vor allem finanzschwache Familien sind durch pandemiebedingte finanzielle Mehrbelastungen und beengte Wohnverhältnisse besonders betroffen. Mit einem gemeinsamen Antrag von SPD und Grünen in der heutigen Bürgerschaftssitzung setzt Hamburg eine Corona-Auszeit für Familien um. Damit wird auch finanzschwachen Eltern und ihren Kindern ein gemeinsamer Urlaub und damit eine Auszeit vom kräftezehrenden Alltag ermöglicht.
Dazu Britta Herrmann, familienpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Erholung ist ein grundlegendes Bedürfnis für alle Menschen. Durch den Alltag während der Corona-Pandemie ist dieses Bedürfnis für uns alle besonders gestiegen. Wir mussten uns an ein verändertes Leben anpassen, wobei gerade Familien vor große Herausforderungen gestellt waren. Zusätzlich zur schwierigen Vereinbarkeit von Betreuung, Homeschooling und Beruf, waren vor allem finanzschwache Familien durch Geldsorgen und beengte Wohnverhältnisse besonders belastet. Gerade diese Familien, die eine Auszeit am meisten benötigen, können sich einen Urlaub jedoch häufig nicht leisten. Dabei sind gemeinsame Erholungsurlaube wichtig, weil sie helfen, die Gesundheit zu stärken sowie Familienbeziehungen durch gemeinsame Erfahrungen außerhalb des alltäglichen Zusammenlebens zu fördern. Daher freue ich mich sehr, dass wir mit unserem Antrag Familien bei einer gemeinsamen Auszeit unterstützen können und sie damit bei den alltäglichen Herausforderungen stärken.“
Dazu Tim Stoberock, Experte für Familienpolitik der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Wir alle haben nach den zurückliegenden eineinhalb Jahren, in denen uns das Leben mit dem Coronavirus und allen damit verbundenen Schwierigkeiten viel abverlangt hat, Urlaub verdient. Aber nicht alle können sich den auch leisten. Die Pandemie hat gerade Familien vor große Herausforderungen gestellt und insbesondere Kinder litten unter sozialer Isolation und Stress, etwa aufgrund einer engen Wohnsituation während des Lockdowns. Daher bin ich sehr froh, dass das ,Aufholpaket‘ der Bundesregierung für Kinder und Jugendliche es uns nun auch ermöglicht, Erholungsurlaube für Familien mit kleinen Einkommen zu finanzieren. Familienurlaub stärkt die Gesundheit aller Familienmitglieder sowie den Zusammenhalt durch gemeinsame Erlebnisse und Erfahrungen, die in alltäglichen Routinen und Familienrollen auf diese Weise nicht möglich sind. Diesen gestärkten Zusammenhalt lässt man nicht am Urlaubsort zurück. Vielmehr gibt er Kraft, auch die Aufgaben des Alltags gemeinsam zu meistern und harmonischer zu lösen. In Deutschland gibt es gemeinnützige Familienferienstätten, die über unterschiedliche pädagogische Angebote verfügen. Im Rahmen dieser Familienerholungsmaßnahmen sollen auch Familien mit weniger Geld kostengünstig in den Urlaub reisen können.“


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