Der Senat hat heute auf der Landespressekonferenz über die erfolgreiche Personalverstärkung der Staatsanwaltschaft im Bereich krimineller Vermögensabschöpfungen Bericht erstattet. Demnach haben die von der Bürgerschaft im letzten Haushalt bereitgestellten Mittel zu einer enormen staatsanwaltlichen Effizienzsteigerung bei der Sicherstellung illegal erworbener Vermögenswerte geführt.
Dazu Carola Timm, justizpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Der beeindruckende Erfolg bei der Vermögensabschöpfung zeigt, dass die rot-grüne Entscheidung, die Staatsanwaltschaft personell zu verstärken, Gold wert war. Nur durch entsprechende Investitionen in mehr Personal kann der organisierten Kriminalität ebenso wirksam wie nachhaltig der Kampf angesagt werden. Denn die Verfahren erfordern dezidierte Fachkenntnisse und gestalten sich aufgrund der häufig internationalen Ermittlungen nicht nur kompliziert, sondern wegen der Rechtshilfegesuche auch langwierig. Die erfolgreiche Aufklärungsbilanz setzt ein klares Signal, dass sich entsprechende Straftaten nicht mehr lohnen. Stattdessen stärkt jede gelungene Vermögensrückführung das Ziel einer gerechten Güterverteilung und damit auch den Rechtsstaat.“
Hintergrund:
Laut Bericht des Senats ist es der Staatsanwaltschaft im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Finanzamt für Prüfungsdienste und Strafsachen gelungen, 219 Millionen Euro vorläufig sicherzustellen, von denen allein 209 Millionen Euro auf einen Einzelfall entfallen sind. Auch ohne letzteren einzurechnen, handelt es sich damit um eine Effektivitätssteigerung um 900 Prozent. Dies bedeutet nicht nur einen immensen Erfolg für die Bekämpfung des organisierten Verbrechens und der Wirtschaftskriminalität, sondern stärkt auch das Gerechtigkeitsempfinden der Bevölkerung. Denn dadurch wird Kriminellen sowohl der Anreiz als auch die finanzielle Basis für weitere Straftaten entzogen, während den Opfern die gestohlenen Vermögenswerte wieder zugeführt werden können.


Neuste Artikel
Gesundheit
Aktuelle Stunde zu psychischer Gesundheit – Görg: „Wir dürfen die Menschen mit ihrer Erkrankung nicht allein lassen“
Die Zahl der psychisch erkrankten Menschen in Deutschland nimmt seit Jahren zu. In Hamburg zeigt sich insbesondere bei Depressionen ein deutlicher Anstieg, wie eine neue Studie der Barmer-Krankenkasse zeigt. Anlässlich der laufenden Aktionswoche der seelischen Gesundheit macht die Grüne Fraktion in der Bürgerschaft deutlich, wie die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen verbessert werden kann,…
Fraktionsvorstand
Aktuelle Stunde – Gwosdz: „Wir arbeiten gemeinsam an einer guten Lösung für Hamburg“
Die Hamburgische Bürgerschaft debattiert in ihrer heutigen Sitzung über ein mögliches Naturkundemuseum. Die Grüne Fraktion hat bereits Anfang der Woche klargemacht, dass sie sich für die Umsetzung des Staatsvertrags und eine gute Lösung für Hamburg einsetzt. Dass die CDU-Fraktion keine eigenen Inhalte für ihre eigene Debatte anmeldet, sagt viel über den programmatischen Zustand der Hamburger…
Fraktionsvorstand
Feierstunde zum Jubiläum – Imhof: „80 Jahre Bürgerschaft sind ein Auftrag, die Demokratie zu schützen“
Heute feiert die Hamburgische Bürgerschaft ihr 80-jähriges Bestehen. Für die Grüne Fraktion ist dieses Jubiläum Anlass, die erfolgreiche Geschichte des Parlamentarismus in Hamburg zu würdigen. Zugleich geht von den Feierlichkeiten auch der klare Auftrag aus: Die Demokratie und ihre Institutionen sind keine Selbstverständlichkeit und müssen aktiv geschützt werden. Dazu Sina Imhof, Vorsitzende der Grünen Fraktion…
Ähnliche Artikel
Justiz
Mehr Flexibilität für die Hamburger Richterschaft – Rot-Grün will Ruhestandsregelungen anpassen
Für die Hamburger Richterschaft soll der Eintritt in den Ruhestand künftig flexibler gestaltet werden. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen dafür die Regelungen im Hamburgischen Richtergesetz an die bereits seit 2009 geltenden Möglichkeiten für Beamt*innen angleichen. Künftig soll es unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein, den Ruhestand freiwillig um bis zu drei Jahre hinauszuschieben und…
Justiz
Sexuelle Selbstbestimmung – Zagst: Bundesrat sendet starkes Signal für besseren Schutz vor sexualisierter und patriarchaler Gewalt
Der Bundesrat hat heute den Bundesratsinitiativen für ein konsensbasiertes Sexualstrafrecht nach dem Grundsatz „Nur Ja heißt Ja“ sowie für die stärkere Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Motive bei Tötungsdelikten zugestimmt. Die Grüne Fraktion Hamburg begrüßt diese Entscheidungen außerordentlich und sieht darin ein wichtiges Signal für einen besseren Schutz vor sexualisierter und patriarchaler Gewalt. Dazu Lena Zagst, rechtspolitische Sprecherin der…
Justiz
Bei häuslicher Gewalt – Einfacherer Ausstieg aus dem gemeinsamen Mietvertrag
Der gemeinsame Mietvertrag bedeutet für Betroffene von häuslicher Gewalt zusätzliches Leid: Sie bleiben häufig auch nach dem Auszug abhängig von ihren gewalttätigen Partnern und müssen langwierige Gerichtsverfahren durchstehen. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich deshalb für einen einfacheren Ausstieg aus gemeinsamen Mietverträgen in Fällen häuslicher Gewalt ein. Betroffenen wird so ein klarer Neuanfang…