Seit 2023 führt die sexuelle Orientierung schwuler und bi-sexueller Männer nicht mehr zu Rückstellungen oder einem Ausschluss von der Blutspende. Zudem wurde die Höchstaltersgrenze aufgehoben. Damit ist es mehr Menschen möglich, Blut zu spenden. Diese Erweiterung hat sich in Hamburg bislang noch nicht in höheren Spendezahlen niedergeschlagen, wie die Senatsantwort auf eine Anfrage der grünen Abgeordneten Gudrun Schittek und Farid Müller zeigt (siehe Anlage). Daher bleibt es weiterhin wichtig, über die neuen Möglichkeiten bei der Blutspende zu informieren und das öffentliche Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Blutspenden Leben retten bedeutet.
Dazu Gudrun Schittek, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Es ist wichtig, dass die Blutspende seit vergangenem Jahr diskriminierungsfrei umgesetzt wird. Schwule und bi-sexuelle Männer werden nicht mehr generell als Risikogruppe eingestuft, sondern wie alle anderen Personen nach ihrem individuellen sexuellen Risikoverhalten befragt. Ebenso werden Menschen über 60 Jahren nicht mehr generell als Erstspender*innen ausgeschlossen, sondern nach einer ärztlichen Beurteilung selbstverständlich zugelassen. Menschen, die bereit sind, Blut zu spenden, werden seltener abgewiesen. Der Kreis an potenziellen Spender*innen ist gewachsen. Die Antwort des Senats auf unsere Anfrage zeigt jedoch, dass sich diese Erweiterung bislang noch nicht in höheren Spendezahlen niederschlägt. Das ist nicht dramatisch, sollte aber Anlass sein, weiter und kontinuierlich über die neuen Möglichkeiten und die generelle Notwendigkeit der Blutspende aufzuklären. Denn eines ist klar: Blut zu spenden heißt Leben zu retten. Jede einzelne Spende ist von unschätzbarem Wert.“
Die Senatsanwort auf die Anfrage unserer Abgeordneten finden Sie hier.


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