Die Unternehmen Shell, Mitsubishi Heavy Industries, Vattenfall und die kommunale Wärme Hamburg haben heute mit Unterstützung des rot-grünen Senats in einem Letter of Intent die Errichtung einer Elektrolyse-Anlage am Standort Moorburg vorgestellt. Die Grüne Bürgerschaftsfraktion sieht vor allem in der Möglichkeit, die anfallende Abwärme der neuen Elektrolyse-Anlage in Moorburg als klimaneutrale Wärme zu nutzen, großes Potenzial.
Dazu Johannes Müller, Sprecher für Energiepolitik und Innovation der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die netzseitige Infrastruktur am Standort des Kohlekraftwerks Moorburg zur Erzeugung von Wasserstoff im industriellen Maßstab zu nutzen, ist ein wichtiger Grundstein für die klimaneutrale Energieversorgung unserer Stadt und ihrer Industrie. Auch wenn das Projekt noch am Anfang steht, ist das Vorhaben am Standort des Kohlekraftwerks Moorburg einen Elektrolyseur mit einer Leistung von 100 Megawatt zu realisieren, ein zukunftsweisendes Projekt. Der erzeugte Wasserstoff wird vor allem zur Dekarbonisierung der benachbarten Schwerindustrie und des Hafens benötigt. Das sich in städtischer Hand befindende Gasleitungsnetz wird bereits für Wasserstoff ausgebaut.
Bei der chemischen Trennung von Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff im industriellen Maßstab fällt eine große Menge Abwärme an, die wir im Sinne der Sektorenkopplung nutzen sollten. Damit können die erheblichen Verlustenergiemengen der Elektrolyse für die Dekarbonisierung des Wärmesektors genutzt werden. Zugleich wird die Wirtschaftlichkeit der Wasserstoffproduktion verbessert. Das Vorhaben von Umweltsenator Jens Kerstan und Hamburg Wärme, die anfallende Abwärme für Industrie nutzbar zu machen, ist deshalb genau der richtige Schritt. Grüne klimaneutrale Energiepolitik steht für ganzheitlich durchdachte Konzepte, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit. Mit den vorgestellten Plänen des Elektrolyseurs am Standort Moorburg wird dies eingelöst.“


Neuste Artikel
Queer
Zum Start der Pride Week – Progress Pride Flag am Hamburger Rathaus
Heute wird zum Start der Hamburger Pride Week erstmals die Inter Inclusive Progress Pride Flag am Rathaus gehisst. Nachdem sie bereits am 17. Mai zum IDAHOBIT (Internationaler Tag gegen Queerfeindlichkeit) am Rathaus hing, bekennt sich Hamburg damit erneut zu einer offenen Gesellschaft und zum Schutz queeren Lebens. Dazu Miriam Block, queerpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg:…
Wohnen
Wohnungslosigkeit überwinden – Rot-Grün will mehr Wohnungen für Wohnungssuchende mit Dringlichkeitsschein
Menschen mit einem Dringlichkeitsschein haben es häufig besonders schwer, eine Wohnung zu finden. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen daher den Neubau sogenannter WA-Wohnungen beschleunigen, die sich gezielt an vordringlich Wohnungssuchende richten. Bestehende Förderinstrumente sollen ausgeweitet und private Wohnungsunternehmen stärker für die Bereitstellung dieser Wohnungen gewonnen werden (siehe Anlage). Über den rot-grünen Antrag wird…
Queer
Rot-Grüner Pride-Empfang: Liebe mit Recht
Vor 25 Jahren trat das Lebenspartnerschaftsgesetz in Kraft und schuf erstmals einen eigenständigen rechtlichen Rahmen für gleichgeschlechtliche Paare. Seit knapp einem Jahrzehnt sorgt die Ehe für alle für die Gleichstellung im Eherecht. Einen Tag vor dem offiziellen Start der Pride-Week laden die Regierungsfraktionen zum Austausch über den weiteren Einsatz für Vielfalt, Respekt und gleiche Rechte…
Ähnliche Artikel
Innovation
Pilotprojekt Abwassermonitoring – Müller: „Wichtiger Baustein und kluges Hilfsmittel“
Die Hansestadt Hamburg wird sich für ein Jahr an einem innovativen Pilotprojekt zum Monitoring von Abwasser beteiligen. Hierfür werden zunächst insgesamt 20 kommunale Standorte von der Bundesregierung gefördert, an denen die Verbreitung von Coronaviren schnell und kontrolliert beobachtet werden soll. Die rot-grünen Regierungsfraktionen hatten zuvor bereits im März 2021 mit einem gemeinsamen Antrag in der…
Haushalt
Haushaltsberatungen zum Einzelplan Wirtschaft und Innovation: Mit sozialer und ökologischer Verantwortung zur Wirtschaftspolitik der Zukunft
In den Haushaltsberatungen debattiert die Bürgerschaft heute den Einzelplan 7.0 der Behörde für Wirtschaft und Innovation. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen richten ihr Hauptaugenmerk dabei vor allem auf die sozial-ökologische Transformation der Hamburger Wirtschaft, um die ökonomische Zukunft der Stadt zu allen Zeiten klug, sozial und ökologisch nachhaltig zu gestalten. Dazu Miriam Putz, Sprecherin für Wirtschaft, Tourismus, Flughafen und…
Innovation
Regionale Innovationsstrategie: Startklar für einen ökologisch nachhaltigen Wohlstand
Der rot-grüne Senat hat heute die Regionale Innovationsstrategie vorgestellt. Sie soll als Blaupause dienen, um eine zukunftsfeste, dynamische Wirtschaft in Hamburg zu sichern und auszubauen. Die Grüne Bürgerschaftsfraktion begrüßt die konsequente Ausrichtung auf Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Digitalisierung. Dazu Johannes Müller, Fachsprecher für Innovation der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Mit der Regionalen Innovationsstrategie können wissenschaftliche Erkenntnisse in einen spürbaren…