Tierschutz

Entlastungen bei der Hundesteuer – Otte: „Wer einen Hund aus dem Tierheim aufnimmt, verdient Unterstützung“

Die Hamburger Tierheime betreuen jährlich rund 900 Hunde. Nicht alle davon sind schnell vermittelbar, zudem ist der Platz in den Tierheimen begrenzt. Um Anreize für die Adoption der Tiere zu schaffen, sollen Menschen, die einen Hund aus einem Hamburger Tierheim aufnehmen, drei Jahre lang von der Hundesteuer befreit werden. Die Gesetzesänderung, die in der heutigen Bürgerschaftssitzung verabschiedet wird, geht auf einen Antrag der Regierungsfraktionen von SPD und Grünen vom Juli 2025 zurück.

Dazu Lisa Maria Otte, tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Gerade ältere oder kranke Hunde verbringen oft mehrere Monate oder sogar Jahre im Tierheim. Oft werden sie nicht adoptiert, weil die Menschen Angst vor hohen Folgekosten durch Tierarztbesuche oder Spezialfutter haben. Gleichzeitig ist es nicht nur für die Hunde selbst, sondern auch für die Tierheime belastend, wenn Hunde nicht vermittelt werden können. Deshalb ist für uns klar: Wer einem Hund aus dem Tierheim ein Zuhause gibt, verdient finanzielle Entlastung. Ab 2027 werden Menschen, die einen Hund aus einem Hamburger Tierheim aufnehmen, deshalb drei Jahre lang von der Hundesteuer befreit. Erfahrungen aus anderen Städten wie Berlin zeigen bereits, dass solche steuerlichen Anreize bei der der Vermittlung von Hunden aus dem Tierheim einen spürbaren Unterschied machen. Mit der Gesetzesänderung erhoffen wir uns das auch für Hamburg und senden eine klare Botschaft: Gebt Tieren aus dem Tierschutz eine Chance – adopt, don’t shop.“

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