Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen die Potenziale von Flusskreuzfahrten für den Hamburger Qualitätstourismus stärker nutzen. Dafür sollen geeignete innenstadtnahe Standorte für neue Anleger geprüft werden. Ziel des rot-grünen Antrags ist es, Hamburg gezielt als attraktiven Start-, Ziel- und Zwischenhafen für Flusskreuzfahrten weiter zu etablieren und zusätzliche Impulse für die Belebung der Innenstadt zu setzen. Über den rot-grünen Antrag stimmt die Hamburgische Bürgerschaft am 9. April ab.
Dazu Dominik Lorenzen, tourismuspolitischer Sprecher der Grünen Fraktion Hamburg: „Die Elbe ist nicht nur Hamburgs wichtigste Wasserstraße, sondern auch bei Tourist*innen sehr beliebt. Wer einmal vom Wasser aus auf die Hamburger Skyline mit Elphi, Michel und Hafen geschaut hat, vergisst dieses Erlebnis nicht so schnell. Flusskreuzfahrten bieten Besucher*innen neben dieser tollen Aussicht auch einen idealen Ausgangspunkt für eine Sightseeing-Tour. Da sie auch in der Nebensaison gefragt sind, profitieren Kultureinrichtungen, Gastronomie und Einzelhandel, ohne dass es in der Hauptsaison zu Überlastungen in den touristischen Hotspots kommt. Um das Angebot für Flusskreuzfahrten in Hamburg auszubauen, benötigen wir nun die entsprechende Infrastruktur: Durch neue Anleger mit direkter Anbindung an die Innenstadt und den ÖPNV werden Flusskreuzfahrten zu einer echten Chance für den Hamburger Tourismus. Gleichzeitig wollen wir Anwohner*innen und die Umwelt bestmöglich vor Belastungen schützen. Deshalb setzen wir bei der Planung neuer Infrastruktur für die Flusskreuzfahrt auf effektiven Lärm- und Emissionsschutz sowie konsequente Landstromnutzung.“
Dazu Arne Platzbecker, tourismuspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Hamburg: „Hamburg ist Metropole an einem der größten deutschen Flüsse. Dennoch spielen Flusskreuzfahrten bisher nur eine untergeordnete Rolle im städtischen Tourismus. Flusskreuzfahrten bieten für Hamburg eine große Chance, den Tourismus gezielt qualitativ weiterzuentwickeln. Die Gäste sind kulturinteressiert, bleiben häufig länger in der Stadt und geben überdurchschnittlich viel Geld für Gastronomie, Einzelhandel und kulturelle Angebote aus. Genau dieses Profil stärkt unsere Kulturlandschaft, sorgt für eine Belebung der City und schafft zusätzliche Wertschöpfung für lokale Unternehmen. Damit Hamburg dieses Potenzial besser nutzen kann, brauchen wir moderne und innenstadtnahe Anleger. Dabei legen wir besonderen Wert auf eine fußläufige Erreichbarkeit der City, eine gute ÖPNV-Anbindung sowie hohe ökologische Standards. Neue Infrastruktur muss von Anfang an nachhaltig gedacht werden – mit Landstrom, wirksamem Lärm- und Emissionsschutz und einer guten Einbindung in den öffentlichen Nahverkehr. Mit der Prüfung geeigneter Standorte schaffen wir die Grundlage, um Hamburg im Wettbewerb der europäischen Flusskreuzfahrtstandorte zukunftsfest und qualitätsorientiert aufzustellen.“


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