Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen die Zukunftsperspektiven für die Elbmeile und den traditionsreichen Fischmarkt gezielt weiterentwickeln. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, neue Zielgruppen zu erschließen und die wirtschaftliche Grundlage des Marktes langfristig zu sichern. Dazu soll ein abgestimmtes Handlungskonzept erarbeitet werden, das kurzfristige Verbesserungen mit einer mittel- und langfristigen Entwicklungsperspektive verbindet. Über den rot-grünen Antrag entscheidet die Hamburgische Bürgerschaft am 6. Mai.
Dazu Dominik Lorenzen, tourismuspolitischer Sprecher der Grünen Fraktion Hamburg: „Der Fischmarkt ist ein Stück Hamburger Identität. Seit mehr als dreihundert Jahren ist er Anziehungsort für Reisende und Treffpunkt für die Menschen in unserer Stadt. Die Besucher*innen haben sich jedoch über die Jahre verändert: Waren es früher vorrangig Menschen, die sich frühmorgens nach dem Feiern noch auf ein Fischbrötchen trafen, kommen heute immer mehr Tourist*innen aus aller Welt, Tagesgäste und Familien aus der Umgebung. Diese Vielfalt ist eine große Chance für unser Wahrzeichen an der Elbe, die wir unbedingt nutzen sollten. Dafür braucht es eine moderne Infrastruktur, zusätzliche Aufenthaltsqualität und passende Marktzeiten. Wir wollen den Fischmarkt und die Elbmeile deshalb strategisch weiterentwickeln und stärken, gemeinsam mit den Akteur*innen vor Ort und im Einklang mit den vielfältigen Wünschen der Besucher*innen. So schaffen wir eine gute Zukunftsperspektive für weitere mindestens dreihundert Jahre Fischmarkt.“
Dazu Arne Platzbecker, tourismuspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Hamburg: „Die Elbmeile und der Fischmarkt sind ein Aushängeschild unserer Stadt und prägen das Bild Hamburgs weit über die Stadtgrenzen hinaus. Gleichzeitig sehen wir, dass sich die Anforderungen an den Standort verändern und neue Zielgruppen andere Erwartungen mitbringen. Genau hier setzen wir an. Wir wollen die vorhandenen Stärken sichern und gezielt weiterentwickeln, damit der Fischmarkt auch künftig ein lebendiger Anziehungspunkt für Hamburger:innen sowie für Gäste aus aller Welt bleibt. Dazu gehört, die Infrastruktur zu modernisieren, die Angebote besser auf heutige Bedürfnisse auszurichten und die Zusammenarbeit aller Beteiligten vor Ort zu stärken. Auch die Organisation des Marktbetriebs muss sich an veränderte Besucherströme anpassen. Wenn um fünf Uhr morgens kaum Besucher:innen vor Ort sind, sollten wir prüfen, ob ein späterer Start des Fischmarkts sinnvoll ist. Unser Ziel ist ein attraktives, wirtschaftlich starkes und zugleich identitätsstiftendes Quartier, das die Elbmeile insgesamt aufwertet und nachhaltig belebt.“


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