Freiwilliges Engagement

Freiwilliges Engagement stärken: Hamburger Engagementstrategie weiterentwickeln

Der Hamburger Senat soll das freiwillige Engagement stärken und aktuelle Entwicklungen der Freiwilligenarbeit noch stärker in den Blick nehmen. Das sieht ein Antrag von SPD und Grünen vor, der in der kommenden Bürgerschaftssitzung am 1. September debattiert wird. Dazu sollen der Freiwilligensurvey 2019 und der noch ausstehende Länderbericht für Hamburg hinsichtlich ihrer Bedeutung für das Ehrenamt und insbesondere für die Freiwilligenagenturen ausgewertet werden und in die weitere Umsetzung der Hamburger Engagementstrategie einfließen. Zudem soll der nächste Freiwilligensurvey im Jahr 2024 möglichst auch auf die Bezirke aufgeschlüsselt werden können.

Dazu Yusuf Uzundag, Sprecher für freiwilliges Engagement der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Der Freiwilligensurvey 2019 zeigt, dass sich die Menschen gerne engagieren. Dies entspricht der Erfahrung, die ich bei meinen Treffen mit freiwillig Engagierten in Hamburg mache. Die Pandemie hat die Arbeit von Vereinen und gemeinnützigen Organisationen jedoch erschwert, darum bin ich froh darüber, dass wir mit der Engagementstrategie einen guten Rahmen für das Engagement in Hamburg geschaffen haben. Wir werden die Ergebnisse aus dem Survey dazu nutzen, diesen Rahmen ständig zu überprüfen und weiterzuentwickeln.“Dazu Ali Simsek, Experte für freiwilliges Engagement der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Die Befragung zeigt, dass es weiterhin ein beeindruckendes Engagement in der Bevölkerung gibt. Dafür gilt es, immer wieder Dank und Anerkennung auszusprechen. Freiwilliges Engagement ist ein wesentlicher Faktor für den sozialen Zusammenhalt in Hamburg. Freiwillig Engagierte finden sich in vielen Bereichen – von der Freiwilligen Feuerwehr über die Flüchtlingshilfe, die Hamburger Tafeln, den Sport bis hin zur nachbarschaftlichen Unterstützung. Wir sollten aus dem Freiwilligensurvey die richtigen Schlüsse ziehen, etwa indem wir das Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund stärker in seiner Besonderheit wahrnehmen, berücksichtigen und fördern. Für den nächsten Freiwilligensurvey 2024 wünschen wir uns zudem eine Aufschlüsselung für die Hamburger Bezirke, um etwa die Freiwilligenagenturen, die es in allen Bezirken gibt, noch besser unterstützen zu können. Den Bericht des Senats werden wir zum Anlass nehmen, auch die Auswirkungen der Pandemie auf das freiwillige Engagement in Hamburg in den Blick zu nehmen.“

Hintergrund: Alle fünf Jahre werden in Deutschland Daten zum freiwilligen Engagement erhoben. Die Ergebnisse des Fünften Deutschen Freiwilligensurveys, der das Engagement im Jahr 2019 abbildet, liegen inzwischen vor. Erste Ergebnisse einer Sonderauswertung für Hamburg werden vermutlich im Herbst 2021 vorliegen. Die ganze Breite und Vielfalt des Engagements in Hamburg wird im „Landesnetzwerk Aktivoli“ ebenso sichtbar wie bei den Hamburger Freiwilligenagenturen und der Hamburger Engagementstrategie. Der Senat unterstützt das Ehrenamt im Rahmen der gemeinsam mit den Freiwilligen entwickelten Hamburger Engagementstrategie und sichert weiterhin gute Rahmenbedingungen.

 

 

 

 

 

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