Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen setzen sich für die planerische Sicherung eines möglichen zweigleisigen Ausbaus der S-Bahnstrecke zwischen Blankenese und Wedel ein. Für einen möglichen späteren Ausbau der Strecke mit einem zweiten Gleis wollen die Regierungsfraktionen mit einem Antrag in der Bürgerschaft die planerischen Voraussetzungen schaffen und außerdem prüfen lassen, mit welchen abschnittsweisen Maßnahmen in der Zwischenzeit eine Ausweitung des 10-Minuten-Takts erreicht werden können (siehe Anlage). Über den rot-grünen Antrag stimmt die Hamburgische Bürgerschaft in ihrer Sitzung am 27. September ab.
Dazu Eva Botzenhart, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Zum zweigleisigen Ausbau der S-Bahn nach Wedel gibt es keine zwei Meinungen: Der Ausbau muss kommen. Nur so kann die Schnellbahnverbindung in den Hamburger Westen zuverlässiger und pünktlicher werden und mehr Menschen eine ökologische und autounabhängige Mobilität bieten. Entsprechende Forderungen aus Altona und der Bürgerschaft in diese Richtung gibt es parteiübergreifend seit Jahren. Klar ist aber auch, dass wir nicht 30 Jahre Stillstand über Nacht aufholen können – es geht nur Schritt für Schritt. Denn wir planen und bauen derzeit die U5, den Verbindungsbahnentlastungstunnel und den Autobahndeckel gleichzeitig. Zudem entstehen fortwährend neue Radwege und die Fahrbahnen der Stadt werden umfassend saniert. Mit unserem Antrag machen wir deutlich, dass die Planungen zum zweigleisigen Ausbau nach Wedel weiter verfolgt werden und sichern damit gleichzeitig die dafür benötigten Flächen. Außerdem lassen wir prüfen, ob wir die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der S1 mit kleinen baulichen Maßnahmen bereits jetzt erhöhen können.“
Dazu Ole Thorben Buschhüter, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Hamburg: „Für das Ziel des Hamburg-Takts im Rahmen der Mobilitätswende ist es notwendig, langfristig die gesamte Strecke der S1 ganztags im 10-Minuten-Takt befahren zu können. Dies ist auf der derzeit nur eingleisigen Strecke nicht ohne weiteres möglich. Bislang kann hier nur in den Hauptverkehrszeiten im 10-Minuten-Takt gefahren werden, um in der Zwischenzeit aufgelaufene Verspätungen wieder abbauen zu können. Für einen stabilen Fahrplan, mehr Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit braucht es zwischen Blankenese und Wedel eine leistungsfähigere Infrastruktur. Dafür wollen wir in einem ersten Schritt die planerischen Voraussetzungen schaffen, indem die benötigten Bahnerweiterungsflächen identifiziert und von zukünftiger Bebauung freigehalten werden. Wir wollen außerdem prüfen lassen, ob bereits mit einem nur teilweisen zweigleisigen Ausbau eine stabile Taktverdichtung erreicht werden kann und welche Abschnitte hierfür als erste in Angriff genommen werden müssen.“
Den Antrag zur Pressemitteilung finden Sie hier


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