Das Immunsystem kleiner Kinder ist anfällig, bis zu zwölf Infekte pro Jahr sind keine Seltenheit. Da ein Großteil aller Hamburger Kinder eine Krippe oder eine Kita besucht, ist es von Vorteil, einen einheitlichen Umgang mit Krankheiten zu schaffen. Mit einem Leitfaden will die rot-grüne Koalition für Klarheit und damit auch für eine Entlastung von Eltern und Kinderärzten sorgen. Einen entsprechenden Antrag bringen die Regierungsfraktionen in die heutige Bürgerschaftssitzung ein.
Dazu Anna Gallina, familienpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie frühkindliche Bildung ist für uns ein wichtiger Maßstab einer modernen Gesellschaft. Die hohen Betreuungsquoten in Kita und Krippe zeigen, dass viele Eltern großen Wert auf dieses Angebot legen. Die rot-grüne Koalition arbeitet kontinuierlich an einer Verbesserung der Rahmenbedingungen. Dazu gehört auch der Umgang der Einrichtungen mit erkrankten Kindern, der bislang recht unterschiedlich gehandhabt wird. Etwa bei Hand-Mund-Fuß- Erkrankungen wollen einige Kitas, dass die Kinder erst nach Ablauf einer 14-Tages-Frist wieder in die Kita kommen. Auch fordern Einrichtungen immer wieder von Eltern Atteste ein, die bescheinigen sollen, dass das Kind nach einem Infekt wieder in die Kita gehen kann. Um mehr Sicherheit für Eltern und Fachkräfte zu schaffen wird es künftig in ganz Hamburg einen einheitlichen, leicht verständlichen Leitfaden geben, den wir mit diesem Antrag auf den Weg bringen. Darin wird auch die Frage geklärt, wie lange ein Kind mit welcher Krankheit zu Hause bleiben muss. Eine Entlastung ist der Leitfaden auch für die Hamburger Kinderärzte, in deren Wartezimmern künftig weniger gesunde Kinder für eine unnötige Gesundschreibung sitzen werden.“
Dazu Hildegard Jürgens, SPD-Bürgerschaftsabgeordnete und Mitglied im Familienausschuss: „Ein ergänzender Leitfaden für den Umgang mit Infektionskrankheiten soll zu einer konsequenteren und einheitlicheren Anwendung der Regelungen in Krippen und Kitas führen. Für Fachkräfte und Eltern sowie für Arztpraxen schafft ein Leitfaden hier mehr Transparenz und Sicherheit im Umgang mit Krankheitsfällen. Wenn wir hiermit die Zahl der Krankheitsfälle und unnötige Besuche beim Kinderarzt vermeiden, ist das ein schöner Erfolg.“


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