Jede Stunde werden auch in Deutschland zahlreiche Frauen Opfer von Gewalt. Beinahe täglich versucht ein Partner oder ein Ex-Partner hierzulande, einen Femizid zu begehen, fast jeden dritten Tag wird eine Frau ermordet. Anlässlich des morgen stattfindenden „Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt an Frauen“ weist die Grüne Fraktion Hamburg erneut auf die noch immer hohen Gewaltstatistiken hin und spricht allen betroffenen Frauen ihre Solidarität aus.
Dazu Mareike Engels, frauenpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Auch in Deutschland gelingt es heutzutage noch nicht, Frauen flächendeckend und wirksam vor Gewalt zu schützen. In Hamburg ist uns daher die vollständige Umsetzung der Istanbul-Konvention, die als Übereinkommen des Europarats verbindliche Rechtsnormen im Kampf gegen die Gewalt an Frauen geschaffen hat, ein zentrales Anliegen. Sowohl der kontinuierliche Ausbau des Opferschutzes, wie die Schaffung eines sechsten Frauenhauses in unserer Stadt und die aufgestockte Förderung der Fachberatungsstellen, sind hierfür zwingend notwendig. Dennoch braucht es für ein Leben in Freiheit und Selbstbestimmung noch mehr: Gewalt darf nicht länger als Machtinstrument gegenüber Frauen benutzt werden, zudem müssen wir geschlechterspezifische Herrschaftsstrukturen abbauen. Egal ob in der Sprache oder bei der Verfügung über den eigenen Körper – diskriminierende Strukturen, Denkmuster und Rollen müssen endlich fallen. Als Grüne Fraktion kämpfen wir intensiv für die Hälfte der Macht für Frauen in allen Lebensbereichen. Der Abbau von Diskriminierung ist nicht nur ein gesellschaftliches Gebot, sondern auch die beste Prävention gegen Gewalt an Frauen, die endlich ein Ende haben muss.“


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