Am 13. Februar 2022 wählt die 17. Bundesversammlung ein neues Staatsoberhaupt. Neben den Bundestagsabgeordneten wird der oder die neue Bundespräsident*in auch von Delegierten aus den Landesparlamenten gewählt. Hierfür hat die Grüne Bürgerschaftsfraktion am Montagabend offiziell die Politökonomin Maja Göpel (45) nominiert, die mit weiteren Hamburger Landespolitiker*innen an der Wahl im Reichstag teilnehmen wird. Göpel gilt als äußerst renommierte Transformationsforscherin, die sich mit der Klimakrise, ihren Folgen und ihrer Bewältigung auseinandersetzt und die dazugehörige öffentliche Debatte in den letzten Jahren mit ihrer Präsenz und ihren Publikationen entscheidend geprägt hat. Neben Maja Göpel, die auf der von der Fraktion bestimmten Delegierten-Liste den ersten Platz einnimmt, sind zudem Katharina Fegebank (Zweite Bürgermeisterin), Maryam Blumenthal (Landesvorsitzende) sowie Jennifer Jasberg und Dominik Lorenzen (Fraktionsvorsitzende) nominiert.
Dazu Jennifer Jasberg, Fraktionsvorsitzende der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Wir freuen uns und sind geehrt, dass die renommierte Wissenschaftlerin Maja Göpel die Nominierung für die Delegation der Grünen Bürgerschaftsfraktion zur Bundesversammlung angenommen hat. Bei der Wahl der/des Bundespräsident*in geht es um eine Entscheidung mit hohem Symbolgehalt für die Zukunft Deutschlands und der EU. Mit Maja Göpel binden wir eine Forscherin in diese verantwortungsvolle Entscheidung ein, die mit ihrem visionären Blick den Diskurs über nachhaltige Transformation entscheidend beeinflusst hat und künftig weiterhin prägen wird. Sie ist zudem eng mit Hamburg verwoben, hat hier promoviert, war unter anderem für den World Future Council tätig und in der Stadt auf vielen Veranstaltungen von Kultur und Medien vertreten. Als progressive Stimme der Wissenschaft, die losgelöst vom politischen Alltagsgeschäft agiert, ergänzt sie unsere Liste für die Bundespräsident*innen-Wahl perfekt.“
Dazu Maja Göpel, Politökonomin sowie Expertin für Nachhaltigkeitspolitik und Transformationsforschung: „Für mich ist es eine große Ehre, in den Prozess der Bundespräsident*innenwahl involviert zu sein. Gerade in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs sowie dem Ringen um eine neue Normalität kann das Amt der Bundespräsident*in eine wichtige, integrierende Funktion übernehmen. In den vergangenen Jahren war ich bereits in die Dialoge zur Zukunft der Demokratie eingebunden, die der amtierende Bundespräsident ins Leben gerufen hat. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir die drängendsten Probleme des Landes mutig und kreativ angehen und bestmögliche Lösungen finden. Die Wahl der oder des Bundespräsident*in im Februar stellt diesbezüglich einen wichtigen Auftakt dar.“
Ergänzend
Die tatsächliche Teilnahme aller oben genannten Personen hängt letztlich von der Infektions- sowie Terminlage im Februar ab und ist folglich nur vorbehaltlich. Auf den weiteren Plätzen der Liste kandidieren als Stellvertreter*innen daher:
· Leon Alam (stellv. Landesvorsitzender)
· Lena Zagst (stellv. Fraktionsvorsitzende)
· Jens Kerstan (Umweltsenator)
· Michael Gwosdz (Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion)
· Katharina Stolla (Politische Geschäftsführerin der Grünen Jugend HH)


Neuste Artikel
Gesundheit
Long Covid und ME/CFS – Neues Stufenmodell soll Versorgung von PAIS-Betroffenen verbessern
Menschen mit Long Covid, ME/CFS und anderen Formen des Post Acute Infection Syndrome (PAIS) finden häufig keine bedarfsgerechte medizinische Versorgung. Um diese Versorgungslücke anzugehen, setzen sich die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen in einem gemeinsamen Antrag für ein dreistufiges ambulantes Versorgungsmodell am UKE ein. Ziel ist ein schnellerer Zugang zu spezialisierter Diagnostik und Therapie sowie…
Hamburgs GRÜNE und Ricarda Lang bei CSD-Demo 2026: Jetzt erst recht – Haltung zeigen für eine Zukunft ohne Angst!
Auch in diesem Jahr beteiligen sich die GRÜNEN Hamburg mit einem eigenen Wagen an der großen Demonstration zum CSD (Christopher Street Day). Die Demo am Samstag, 01. August, mit dem Motto „Solidarisch queer. Haltung zeigen – für eine Zukunft ohne Angst!“ bildet den Höhepunkt der Hamburger Pride Week. Nach dem islamistischen Anschlag auf den Berliner…
Fraktionsvorstand
Anschlag auf Berliner CSD – Imhof: „Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden“
Die Grüne Fraktion zeigt sich erschüttert über den gestrigen Anschlag auf den Berliner CSD, bei dem ein Mensch getötet und 16 weitere verletzt wurden. Dazu Sina Imhof, Vorsitzende der Grünen Fraktion Hamburg: „Der furchtbare Anschlag auf den Berliner CSD erschüttert uns zutiefst. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden. Ihnen gilt unser tiefes…
Ähnliche Artikel
Fraktionsvorstand
Anschlag auf Berliner CSD – Imhof: „Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden“
Die Grüne Fraktion zeigt sich erschüttert über den gestrigen Anschlag auf den Berliner CSD, bei dem ein Mensch getötet und 16 weitere verletzt wurden. Dazu Sina Imhof, Vorsitzende der Grünen Fraktion Hamburg: „Der furchtbare Anschlag auf den Berliner CSD erschüttert uns zutiefst. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden. Ihnen gilt unser tiefes…
Fraktionsvorstand
Gutachten zum Zentrum für Ressourcen und Energie (ZRE) – Domm: Ein erster Schritt für die anstehende Aufarbeitung
Aufgrund des Aktenvorlageersuchens der Hamburgischen Bürgerschaft aus der Sitzung am 1. Juli erhalten die Abgeordneten künftig Einblick in alle notwendigen Unterlagen zu den Planungen für das Zentrum für Ressourcen und Energie (ZRE). Nach Angaben der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft wurde gestern im Rahmen der Aufsichtsratssitzung der Stadtreinigung Hamburg ein Gutachten einer unabhängigen…
Fraktionsvorstand
Aktuelle Stunde – Imhof: „Während die CDU auf billige Empörung setzt, verbessern wir den Alltag der Menschen in unserer Stadt“
Für gewöhnlich melden die demokratischen Fraktionen für die Aktuelle Stunde der Bürgerschaft eigene Themen mit dem Ziel einer spannenden und vertieften Auseinandersetzung an. Aber statt eigene Ideen vorzubringen und eine konstruktive Debatte anzuregen, hat sich die CDU-Fraktion heute zu einem undifferenzierten Rundumschlag gegen grüne Politik entschieden. Dieser erscheint allein parteipolitisch motiviert und entbehrt jeder sachlichen…