Wohnen

Gut Wohnen im Alter – Mehr seniorengerechte Wohnformen für Hamburg  

Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen mit einem gemeinsamen Antrag den Anteil von altersgerechten Wohnungen in Hamburg steigern. Dazu soll der Senat gemeinsam mit dem Bündnis für das Wohnen, den Stadtentwicklungsgesellschaften und den Bezirken ein auf den bestehenden Programmen aufbauendes Konzept entwickeln, mit dem künftig regelhaft im Zuge von Konzeptvergaben mindestens 20 Prozent der neu gebauten Wohnungen barrierefrei und somit seniorengrecht errichtet werden können (siehe Anlage). Ein entsprechendes Modellvorhaben soll zusammen mit einem gemeinwohlorientierten Wohnungsunternehmen und einer Organisation aus dem Bereich Betreuung, Pflege und Wohnraum gestartet werden. Insbesondere bei Nachverdichtungen in den Quartieren sollen künftig barrierefreie 60 Plus-Wohnungen regelhaft geprüft werden, damit ein selbstbestimmtes Leben auch weiterhin in den vertrauten Quartieren möglich ist. Über den rot-grünen Antrag wird die Bürgerschaft am 24. August abstimmen.

Dazu Olaf Duge, Sprecher für Bauen und Wohnen der Grünen Fraktion Hamburg: „Die Zahl der Wohnungen mit freier oder reduzierter Barriere wurde in den letzten Jahren immer weiter erhöht. Zugleich wissen wir aber, dass der Anteil der Senior*innen in unserer Stadt weiter zunehmen und wir uns deshalb auf dem bisher Erreichten nicht ausruhen dürfen. Deshalb wollen wir mit unserem Antrag jetzt nachlegen und gemeinsam mit den Bezirken und anderen Akteur*innen prüfen, wie wir mehr Senior*innenwohnungen im Bestand und im Neubau erreichen können. Zudem ist uns klar, dass wir für eine inklusive Stadtentwicklung auch in anderen Bereichen tätig werden müssen. Ausgehend vom Lebensmittelpunkt der Menschen braucht es nicht nur barrierefreie Wohnungen, sondern auch ein barrierefreies Wohnumfeld, entsprechende Betreuungsangebote sowie Zugang zur Pflege. Für uns ist klar: Das Hamburg der Zukunft braucht eine altersfreundliche Gestaltung, die auf Senior*innen Rücksicht nimmt und ihren Bedürfnissen umfassend Platz gibt.“

Dazu Martina Koeppen, Fachsprecherin für Stadtentwicklung und Wohnen der SPD-Fraktion Hamburg: „Gutes und lebenslang sicheres Wohnen ist ein Grundbedürfnis, das auch in Hamburg abgesichert werden muss. Bis 2050 ist fast jeder dritte Mensch in Hamburg über 60 Jahre alt. Damit ändern sich die Ansprüche auf dem Wohnungsmarkt. Die Möglichkeit, auch im Alter in der bekannten Nachbarschaft wohnen bleiben zu können, gewinnt vor dem Hintergrund des demographischen Wandels immer weiter an Gewicht. Deshalb müssen wir bei Nachverdichtungen weiter verstärkt altersgerechte Angebote schaffen. Im Team mit den Partnern in der Wohnungswirtschaft gilt es, an einer weiteren Zunahme von Senior:innenwohnungen zu arbeiten, damit auch in Zukunft alle Generationen in Hamburg gemeinsam in den Quartieren leben können. Es ist richtig, dabei auch Hilfs- und Unterstützungsangebote gleich mitzudenken und die großen Fragen, in einem gebündelten Konzept zusammenzuführen.“

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