Trotz der großen wirtschaftlichen Belastungen durch die Corona-Pandemie setzt der Haushaltsentwurf der rot-grünen Koalition im Einzelplan 4 für die Bereiche Soziales und Integration neue Akzente und sichert den sozialen Zusammenhalt der Stadt. Die Anträge setzen einen Schwerpunkt auf Integration, Teilhabe und auf die Unterstützung von Menschen in prekären Lebenslagen und bringen auch in Hamburg ein Modellprojekt Housing First auf den Weg.
Dazu Mareike Engels, sozialpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die Sozialbehörde hat in schwieriger Zeit einen guten und soliden Haushalt vorgelegt, den wir mit sinnvollen Anträgen aus den Regierungsfraktionen ergänzen. Besonders freue ich mich darüber, dass wir die Förderung für die ‚Servicestelle Arbeitnehmerfreizügigkeit‘ erhöhen und sie zukünftig in die Regelförderung überführen. Auch die sichere Perspektive und die Vergrößerung der Zentralen Notaufnahme 24/7 der Hamburger Frauenhäuser ist wichtig, um allen Schutzsuchenden gerecht zu werden. Mit dem Modellprojekt Housing First entwickeln wir ein für Hamburg neues Hilfsangebot, das Obdachlosen eine reguläre Wohnung als Ausgangspunkt statt als Endpunkt für ihren Weg zurück in sichere Lebensverhältnisse bietet.“
Dazu Filiz Demirel, migrationspolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Integration bedeutet in allen gesellschaftlichen Bereichen eine gleichberechtigte Teilhabe und Chancengleichheit zu erreichen. Genau darauf zielen unsere haushaltspolitischen Maßnahmen ab: Statistische Erkenntnisse unterstützen maßgeblich das Hamburger Integrationskonzept, helfen Handlungsbedarfe zu erkennen und die Wirkung von Integrationsmaßnahmen zu prüfen. Für eine nachhaltige Integrationspolitik wird die Stadt auch künftig auf die Auswertungen des Integrationsbarometers zurückgreifen. Zentrale Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe ist eine gemeinsame Sprache. Die Sprachförderangebote werden deshalb entsprechend der Zahl der Geflüchteten angepasst und die Kostendeckung in den Jahren 2021/2022 sichergestellt. Migrant*innen-Selbstorganisationen spielen eine Schlüsselrolle in der Integration von Neuzugewanderten: Sie eröffnen Perspektiven für eine gesellschaftliche Teilhabe und die Chance auf sozialen Aufstieg. Mit 200.000 Euro unterstützen wir deshalb die Beratung und Förderung dieser Selbstorganisationen mit ihren Projekten.
Ein breites und vor allem präventives Angebot zur Aufklärung über Gleichberechtigung und das Selbstbestimmungsrecht von Frauen bietet das Projekt comMIT!ment an, das wir mit 270.000 Euro auch in Zukunft absichern. Das Projekt sensibilisiert junge Menschen für die Notwendigkeit eines gleichberechtigten Zusammenlebens aller Geschlechter und setzt sich für den Abbau patriarchaler Strukturen und der damit verbundenen Gewalt ein.“


Neuste Artikel
Klimaschutz
Klima-Schätzbilanz 2025 – Alam: „Bilanz ist für uns Ansporn – ambitionierter Klimaschutz bleibt eine gemeinsame Aufgabe“
Heute hat der Hamburger Senat die CO₂-Schätzbilanz für das Jahr 2025 veröffentlicht. Diese erstmalige Bilanz zeigt, dass die klimaschädlichen Emissionen im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozent angestiegen sind. Insgesamt kam Hamburg 2025 auf rund zwölf Millionen Tonnen CO₂-Emissionen. Die jährlichen Schätzbilanzen sind ein Ergebnis des erfolgreichen Zukunftsentscheids im vergangenen Herbst. Sie…
Klima Klimaschutz
Erste CO₂-Schätzbilanz für Hamburg 2025 – Domm: „Die ganze Stadt muss noch entschlossener handeln“
Laut der vorgelegten Schätzbilanz für Hamburgs CO2-Emissionen im Jahr 2025 sind die Emissionen aus dem Endenergieverbrauch in Hamburg im Vergleich zum Vorjahr 2024 um etwa 2,6 Prozent gestiegen. Der Anstieg geht insbesondere auf einen gestiegenen Verbrauch von Erdgas, Fernwärme und Strom zurück, der unter anderem durch den kälteren Winter bedingt war. Die vorgelegte Schätzbilanz ist…
Religion
Neue Beauftragte für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus – Gwosdz: „Bei Anna von Villiez liegt dieses wichtige Amt in guten Händen“
Anna von Villiez wird neue Beauftragte für jüdisches Leben und die Bekämpfung und Prävention von Antisemitismus in Hamburg. Die Historikerin wird in ihrer neuen Rolle daran mitwirken, Antisemitismus frühzeitig zu erkennen und sichtbar zu machen, Präventionsarbeit weiter auszubauen und die Vielfalt jüdischen Lebens in Hamburg zu stärken. Zudem wird sie die Weiterentwicklung der Landesstrategie gegen…
Ähnliche Artikel
Haushalt
Haushalt 2027/2028 – Hamburg hält Kurs mit Investitionen und Konsolidierung
Der Senat hat heute den Entwurf für den Doppelhaushalt 2027/2028 vorgestellt. Mit Rekordinvestitionen, der Sicherung zentraler Leistungsversprechen und einer soliden Finanzpolitik setzt Hamburg dabei auf Zukunftsfähigkeit, wirtschaftliche Stärke und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, rückläufiger Einnahmeerwartungen und steigender gesetzlicher Ausgaben hält die Stadt damit Kurs bei Investitionen und Konsolidierung. Dazu Dennis Paustian-Döscher, haushaltspolitischer Sprecher der…
Migration
Starke Stimmen für Integration – Rot-Grün will Landesintegrationsbeirat gesetzlich verankern
Menschen mit Migrationsgeschichte sollen auch künftig eine starke und verlässliche Stimme in Hamburgs Politik haben. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen wollen die Arbeit des Landesintegrationsbeirats daher erstmals auf eine gesetzliche Grundlage stellen. Ziel des rot-grünen Antrags ist es, die Beteiligung von Menschen mit Migrationsgeschichte dauerhaft zu stärken und die bewährte Arbeit des Beirats langfristig…
Haushalt
Mobilitätszuschuss für Hamburgs Beschäftigte – Rot-Grün bringt vergünstigtes Deutschlandticket auf den Weg
Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder und die Gewerkschaften haben sich auf einen neuen Tarifabschluss für die Beschäftigten der Länder geeinigt. Mit einem gemeinsamen Antrag bringen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen jetzt die Umsetzung der Tarifeinigung in Hamburg auf den Weg und führen einen Zuschuss zum Deutschlandticket für die Beschäftigten der Freien und Hansestadt ein. Über…