Heute ist in Deutschland der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und internationaler Gedenktag für die Opfer des Holocaust. Die Initiative für den Wiederaufbau der Hamburger Bornplatzsynagoge hat heute das Ergebnis ihrer Kampagne bekannt gegeben. Demnach haben sich mehr als 107.000 Menschen für den Wiederaufbau der 1938 zerstörten Synagoge ausgesprochen. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen erinnern gemeinsam an die Opfer des Nationalsozialismus und begrüßen das Engagement für den Wiederaufbau der Synagoge.
Dazu Peter Mordechai Zamory, Sprecher für Erinnerungskultur der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die Bornplatzsynagoge wieder zu errichten, ist ein großartiges und praktisches Zeichen dafür, dass es den Nationalsozialisten nicht gelungen ist, jüdisches Leben und jüdische Orte in unserer Stadt auszulöschen. Die Jüdische Gemeinde entscheidet nun darüber, auf welche Weise der Wiederaufbau umgesetzt werden soll. Wir drücken der Gemeinde ausdrücklich unsere Solidarität gegenüber Anfeindungen jeder Art aus und gedenken gemeinsam den Opfern des Nationalsozialismus.“
Dazu Dirk Kienscherf, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Heute jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau zum 76. Mal. Die Erinnerung an die Schrecken und Verbrechen des Nationalsozialismus wach zu halten, ist allen nachkommenden Generationen Pflicht und Aufgabe. Doch wir wollen nicht nur erinnern, sondern jüdisches Leben auch aktiv fördern. Mit dem Bürgerschaftsbeschluss zur Wiedererrichtung der Bornplatzsynagoge haben wir einen ersten Schritt getan, um den jüdischen Hamburgerinnen und Hamburgern einen zentralen Ort zurückzugeben, der ihnen von den Nationalsozialisten genommen worden ist. Eine neue Bornplatzsynagoge kann ein weithin sichtbarer Ort der Begegnung und des Glaubens sein. Das interfraktionelle Vorgehen über Parteigrenzen hinweg und auch die über 107.000 Unterschriften der Initiative für den Wiederaufbau der Hamburger Bornplatzsynagoge zeigen, dass sich Hamburg seiner Verantwortung für das jüdische Leben sehr bewusst ist.“


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