Eine Untersuchung der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH) hat erstmalig bestätigt, dass die vorhandenen Kapazitäten der kinderärztlichen Praxen den Bedarf in mindestens vier Hamburger Bezirken nicht decken. Daher soll in den Bezirken Mitte, Nord, Harburg und Bergedorf jeweils ein zusätzlicher Kinderarztsitz als Sonderbedarf zugelassen werden.
Dazu Christiane Blömeke, gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Die Untersuchung der KVH spiegelt die Erfahrung vieler Eltern in Hamburg wider. Sie finden keine Aufnahme in einer nahe gelegenen Kinderarztpraxis und legen lange Wege innerhalb der Stadt für eine Untersuchung ihrer Kinder zurück. Rund 10% der Kinderarztpraxen in Hamburg haben inzwischen Aufnahmestopp! Daher ist es dringend notwendig, dass zusätzliche Kinderarztsitze in Hamburg vergeben werden. Die Erhebungsmethode dieses Sonderbedarfs ist bislang einmalig in der Bedarfsplanung. Ich freue mich sehr, dass die KVH an dieser Stelle aktiv geworden ist und gemeinsam mit den Kassen neue Wege geht. Dieser Ansatz sollte weiter verfolgt werden.“


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