Die HPV-Impfung schützt wirksam vor Krebs, dennoch erreichen die Impfquoten bei Kindern und Jugendlichen in Hamburg bislang noch nicht das medizinisch empfohlene Niveau. Um die Prävention zu stärken und den Zugang zur Impfung zu verbessern, setzen sich die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen mit einem gemeinsamen Antrag dafür ein, bestehende Maßnahmen fortzuführen und gezielt auszubauen. Dabei sollen weitere geeignete Schritte zur Erhöhung der Impfquoten, etwa ein jährliches Schreiben an die Sorgeberechtigten, geprüft und zusätzliche niedrigschwellige Impfangebote geschaffen werden. Über den rot-grünen Antrag entscheidet die Hamburgische Bürgerschaft am 25. Februar.
Dazu Linus Görg, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen Fraktion Hamburg: „Eine HPV-Impfung rettet Leben. Sie schützt vor einer späteren Krebserkrankung und ist für Kinder und Jugendliche eine einfache und wichtige Vorsorgemaßnahme. Auch in Hamburg ist die HPV-Impfquote bislang noch zu niedrig. Dabei zeigt sich ein deutlicher ‚Gender-Impf-Gap‘ mit besonders niedrigen Impfquoten bei Jungen. Gerade hier muss besser über die schützende Wirkung der Impfung für sie und künftige Partner*innen aufgeklärt werden. Deshalb wollen wir Sorgeberechtigte künftig direkt und umfassend darüber informieren, wie wichtig und sicher eine HPV-Impfung für die Gesundheit ihrer Kinder ist. Zusätzlich wollen wir das Angebot in allen Bezirken gezielt ausbauen, damit jeder Mensch geimpft werden kann. Das Ziel ist klar: Kein Kind soll in unserer Stadt wegen HPV im späteren Leben an Krebs erkranken. Der Schutz vor HPV muss selbstverständlich werden, für alle Kinder und Jugendliche in Hamburg!“
Dazu Claudia Loss, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg: „Die HPV-Impfung schützt nachweislich vor schweren Erkrankungen und Krebs. Insbesondere kann sie Mädchen und Frauen wirksam vor Gebärmutterhalskrebs schützen, der häufig Folge einer HPV-Infektion ist. Dennoch besteht bei den Impfquoten in Hamburg weiterhin deutlicher Handlungsbedarf. Vorsorge darf nicht an fehlender Information oder unnötigen Hürden scheitern. Gerade Kinder und Jugendliche müssen wir frühzeitig schützen. Gute Gesundheitspolitik setzt auf Prävention, Vertrauen und einen einfachen Zugang zu wirksamer Vorsorge. Deshalb wollen wir die bestehenden Maßnahmen zur HPV-Prävention konsequent weiterentwickeln und prüfen, wie zusätzliche niedrigschwellige Impfangebote geschaffen werden können.“
Hintergrund:
Infektionen mit Humanen Papillomviren (HPV) können unter anderem Gebärmutterhals-, Anal- und Mund-Rachen-Krebs verursachen. In Hamburg sind derzeit nur rund 53,7 Prozent der 15-jährigen Mädchen und 35,4 Prozent der 15-jährigen Jungen vollständig gegen HPV geimpft (Stand 2023). Die Impfung wird von der Ständigen Impfkommission für Mädchen und Jungen empfohlen und kann das Risiko für HPV-bedingte Krebserkrankungen deutlich senken. Um die Aufmerksamkeit für HPV zu erhöhen, hat der Hamburger Senat vom 4. Februar bis zum 4. März 2026 einen HPV Awareness Monat ausgerufen.
Den Antrag zur Pressemitteilung finden Sie hier.


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