Übermorgen startet in Hamburg die mehrtägige Übung „Red Storm Bravo“ der Bundeswehr. Dabei wird die schnelle Verlegung von Truppen und Material erprobt. Hamburg trägt als zentrale Drehscheibe eine besondere Verantwortung innerhalb des Verteidigungsbündnis. Vor dem Hintergrund wachsender geopolitischer Unsicherheit und militärischer Bedrohung ist es wichtig, dass bereits in Friedenszeiten Vorbereitungen getroffen werden, um im Spannungsfall schnell und zielgerichtet vorgehen zu können.
Dazu Sina Imhof, Vorsitzende und innenpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Durch den brutalen russischen Angriffskrieg in der Ukraine ist uns allen schmerzhaft bewusst geworden, wie zerbrechlich der Frieden in Europa ist – und dass wir uns vorbereiten müssen auf einen Ernstfall, der hoffentlich niemals eintritt. Genau dazu dient die Übung ‚Red Storm Bravo‘, die ab Donnerstag für mehrere Tage in Hamburg durchgeführt wird. Hamburg ist ein wichtiges Drehkreuz für die gemeinsame Verteidigung: Im Fall einer Bedrohung des NATO-Gebiets werden über Hamburg Truppen verlegt. Die in den kommenden Tagen stattfindende Übung der Bundeswehr hat das Ziel, klare und schnelle Abläufe zu gewährleisten. Wenn es ernst wird, muss allen Beteiligten klar sein, was konkret zu tun ist, wer welche Schritte einzuleiten hat und wer wen benachrichtigt. Die Zusammenarbeit von Bundeswehr und Behörden ist dabei zentral. Die veränderte Weltlage erfordert an vielen Stellen ein Umdenken, das vielen Menschen Sorge bereitet. Wir hatten alle lange Zeit gehofft, dass brutale Angriffskriege ein Relikt der Vergangenheit sind. Aber die Realität sieht leider anders aus. Deswegen ist es wichtig, dass wir jetzt die richtigen Vorkehrungen zu treffen und uns hier und heute wappnen. Indem wir glaubwürdig machen, dass wir uns verteidigen können, verhindern wir, uns verteidigen zu müssen. Hamburg ist dafür gut aufgestellt und stellt sich seiner Verantwortung.“


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