Heute hat der Senat den Mietenspiegel 2019 vorgestellt. Zwischen 2017 und 2019 sind die Mietpreise in Hamburg um 2,6 Prozent gestiegen. Dies entspricht einer Mietpreissteigerung, die in etwa der durchschnittlichen Preissteigerungsrate von 1,3 Prozent entspricht. Dies ist aus Sicht der Grünen Fraktion zunächst ein gutes Zeichen und ein Ergebnis der Anstrengungen von Stadt, Bevölkerung und Unternehmen im Wohnungsbau.
Dazu Olaf Duge, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Der aktuelle Mietenspiegel ist kein Grund sich auszuruhen, sondern ein Anlass, noch eine Schippe draufzulegen. Die Mieten bei Neuvermietungen sind nach wie vor mit 17 Euro bis 25 Euro Nettokaltmiete für viele Menschen einfach nicht mehr bezahlbar. Das muss sich in Zukunft ändern. Vor allem Menschen mit mittleren Einkommen finden einen leergefegten Wohnungsmarkt vor. Das betrifft beispielsweise Pflegekräfte, Polizei- und auch Verwaltungsangestellte. Deswegen müssen auf Bundesebene die Kappungsgrenze, also die möglichen Mietsteigerungen auf maximal drei Prozent pro Jahr reduziert werden, besser wären sogar zwei Prozent. Die Ausnahmen bei möblierten Wohnungen und temporär vermieteten Wohnungen innerhalb der Mietpreisbremse müssen abgeschafft und die Mietpreisbremse dauerhaft eingerichtet werden. Bei Grundstücksausschreibungen wird die Stadt künftig auch Miethöhen als Vergabebedingung festlegen. Unabhängig davon bauen wir angesichts des Zuzugs nach Hamburg und der Nachfrage im Wohnungsmarkt auch in Zukunft neue Wohnungen. Dabei gilt auch weiterhin die Zielmarke von 10.000 Wohnungen im Jahr.“


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