Die Innenbehörde und die Hamburger Polizei haben heute in einer Pressekonferenz die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2023 vorgestellt. Diese weist eine gestiegene Anzahl an angezeigten Straftaten aus, vor allem mit Blick auf die sogenannten klassischen Hotspots in der Stadt sowie im Deliktfeld „Beziehungsgewalt“. Die Grüne Fraktion plädiert vor diesem Hintergrund für einen seriösen Umgang mit diesen Kriminalitätsentwicklungen und mahnt vor dem Schüren populistischer Ängste.
Dazu Sina Imhof, innenpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Hamburg: „Die diesjährige Kriminalstatistik wird von einer bestimmten Entwicklung dominiert: In den Daten ist ein Anstieg an angezeigten Straftaten an den klassischen Hotspots unserer Stadt zu verzeichnen, betroffen sind hier Orte wie zum Beispiel der Hauptbahnhof oder bestimmte Bereiche St. Georgs. Das sind Zahlen, die sicher für Irritationen sorgen werden und daher eine sorgfältige Analyse brauchen. An den Orten, wo der Anstieg der Straftaten festzustellen ist, ist seit mehreren Monaten die ‚Allianz sicherer Hauptbahnhof‘ unterwegs. Quattro-Streifen, bestehend aus DB-Sicherheit, Bundespolizei, Hochbahn-Wache und Polizei Hamburg, sind hier gemeinsam unterwegs. Diese verstärkte Präsenz sorgt für mehr entdeckte Straftaten und in der Folge auch für mehr Anzeigen. Eine wichtige Rolle spielen hierbei auch wachsame Bürger*innen, die die Teams der Beamt*innen immer wieder ansprechen. Auch im Deliktfeld ‚Beziehungsgewalt‘ ist die Anzahl der angezeigten Straftaten gestiegen. Das ist das Resultat von gesellschaftlicher Enttabuisierung. Betroffene nehmen immer öfter ihren Mut zusammen und sorgen dafür, dass im Verborgenen begangene Gewalttaten ans Licht kommen. Das Heben dieses Dunkelfeldes ist im Kern eine positive Entwicklung. Wichtig ist hier jedoch, dass die Behörden bei derartigen Anzeigen nicht nur entschlossen gegen mutmaßliche Täter*innen vorgehen, sondern auch einen sensiblen Umgang mit den Betroffenen an den Tag legen und diese unterstützen. Abschließend ist mit Blick auf die Statistik für 2023 zu sagen: Hamburg ist eine Großstadt, in der die Polizei gut arbeitet und sich die Bürger*innen sicher fühlen. Die neuen Zahlen und auch politische Verantwortung im Allgemeinen verlangen von uns, Kriminalitätsentwicklungen seriös zu interpretieren und auf das Schüren populistischer Ängste zu verzichten.“


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