Die Stärkung der Bezirke und der damit verbundenen Mittel der Bezirksversammlung bleibt ein Schwerpunkt der rot-grünen Koalition. Für eine verlässliche Planungsperspektive der Bezirke noch vor den erst im Sommer 2021 abgeschlossenen Haushaltsberatungen und für eine starke Handlungsfähigkeit bereits zu Zeiten der vorläufigen Haushaltsführung bringen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen einen Antrag in die morgige Bürgerschaftssitzung ein. Der Antrag umfasst dabei nochmals eine spürbare Erhöhung der Mittel für die Stadtteilkultur und der Jugendhilfe im kommenden Doppelhaushalt. Für die Rahmenzuweisung in die Jugendhilfe ist eine Steigerung von 4,7 Prozent vorgesehen. Damit erhalten die Bezirke rund 1,6 Millionen Euro mehr als im bisherigen Haushalt. Für die Stadtteilkultur werden 100.000 Euro sowie eine reguläre Steigerung von 1,5 Prozent veranschlagt. Durch noch verfügbare Vorjahresmittel und insbesondere durch die größtmögliche Übertragung der Mittel des Quartiersfonds werden die Bezirke trotz eines vorläufigen Haushalts ihre Aufgaben gut erfüllen können. Mit dem rot-grünen Antrag haben die Bezirke nun langfristige Planungssicherheit für die im Haushaltsplanentwurf veranschlagten Mittelansätze.
Dazu Dennis Paustian-Döscher, haushaltspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Wir stehen für eine solide Finanzierung der Bezirke und wollen auch in Krisenzeiten sicherstellen, dass sie ihre wichtige Arbeit vor Ort ohne Einschränkungen leisten können. Deshalb ist es dringend notwendig, dass die in den letzten Jahren erfolgten Erhöhungen des Quartiersfonds trotz schwieriger Haushaltslage bestehen bleiben. Die Bezirksversammlungen müssen handlungsfähig bleiben. Ein besonderes Anliegen ist uns dabei die Förderung der sozialen und kulturellen Infrastruktur in den Quartieren. Mit unserem Antrag schaffen wir die dafür nötigen Grundlagen. “
Dazu Anja Quast, bezirkspolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Die Bezirksverwaltung, die bezirklichen Gremien und die vielen Menschen, die sich in den Institutionen und Einrichtungen vor Ort engagieren, sind tragende Säulen unserer Stadt. Das gilt besonders in Zeiten der Pandemie, in denen sie unter erschwerten Bedingungen Bemerkenswertes leisten. Es ist uns wichtig, dass die Bezirke für ihre Arbeit und die Finanzierung ihrer Aufgaben Sicherheit haben. Die ungewöhnliche Situation der vorläufigen Haushaltsführung hat diese Sicherheit belastet. Mit unserem Antrag zur auskömmlichen Finanzierung der Bezirke während der vorläufigen Haushaltsführung und darüber hinaus auch durch unseren Antrag für zusätzliche Mittel über eine Million Euro zur Stärkung der Bürgerbeteiligung können die Bezirke nun gestärkt ins neue Jahr gehen.“


Neuste Artikel
Queer
Rot-Grüner Pride-Empfang: Liebe mit Recht
Vor 25 Jahren trat das Lebenspartnerschaftsgesetz in Kraft und schuf erstmals einen eigenständigen rechtlichen Rahmen für gleichgeschlechtliche Paare. Seit knapp einem Jahrzehnt sorgt die Ehe für alle für die Gleichstellung im Eherecht. Einen Tag vor dem offiziellen Start der Pride-Week laden die Regierungsfraktionen zum Austausch über den weiteren Einsatz für Vielfalt, Respekt und gleiche Rechte…
Mobilitätswende
Auf zwei Rädern durch die Stadt: Hamburg baut kontinuierlich sichere Radwege aus
Der Ausbau der Radwege schreitet weiter voran: In diesem Jahr wurden in Hamburg bereits 8,1 Kilometer neue Radverkehrsanlagen gebaut. Dies geht aus einer Schriftlichen Kleinen Anfrage (SKA) der Grünen Bürgerschaftsabgeordneten Rosa Domm und der SPD-Abgeordneten Ole Thorben Buschhüter und Michael Weinreich hervor. Bis Ende des Jahres sind 45,1 weitere Kilometer an Radwegen geplant, darunter die…
Justiz
Sexuelle Selbstbestimmung – Zagst: Bundesrat sendet starkes Signal für besseren Schutz vor sexualisierter und patriarchaler Gewalt
Der Bundesrat hat heute den Bundesratsinitiativen für ein konsensbasiertes Sexualstrafrecht nach dem Grundsatz „Nur Ja heißt Ja“ sowie für die stärkere Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Motive bei Tötungsdelikten zugestimmt. Die Grüne Fraktion Hamburg begrüßt diese Entscheidungen außerordentlich und sieht darin ein wichtiges Signal für einen besseren Schutz vor sexualisierter und patriarchaler Gewalt. Dazu Lena Zagst, rechtspolitische Sprecherin der…
Ähnliche Artikel
Haushalt
Haushalt 2027/2028 – Hamburg hält Kurs mit Investitionen und Konsolidierung
Der Senat hat heute den Entwurf für den Doppelhaushalt 2027/2028 vorgestellt. Mit Rekordinvestitionen, der Sicherung zentraler Leistungsversprechen und einer soliden Finanzpolitik setzt Hamburg dabei auf Zukunftsfähigkeit, wirtschaftliche Stärke und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, rückläufiger Einnahmeerwartungen und steigender gesetzlicher Ausgaben hält die Stadt damit Kurs bei Investitionen und Konsolidierung. Dazu Dennis Paustian-Döscher, haushaltspolitischer Sprecher der…
Haushalt
Mobilitätszuschuss für Hamburgs Beschäftigte – Rot-Grün bringt vergünstigtes Deutschlandticket auf den Weg
Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder und die Gewerkschaften haben sich auf einen neuen Tarifabschluss für die Beschäftigten der Länder geeinigt. Mit einem gemeinsamen Antrag bringen die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen jetzt die Umsetzung der Tarifeinigung in Hamburg auf den Weg und führen einen Zuschuss zum Deutschlandticket für die Beschäftigten der Freien und Hansestadt ein. Über…
Haushalt
Schuldenbremse weiterentwickeln – Rot-Grün ermöglicht Zukunftsinvestitionen
In einem gemeinsamen Antrag setzen sich die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen auf Bundesebene für die Weiterentwicklung der Schuldenbremse ein (siehe Anlage). Dabei geht es Hamburg insbesondere darum, die Investitionen in die Infrastruktur und den Klimaschutz zu verstetigen sowie Verteidigungskredite auch für den Katastrophenschutz und die Cyberabwehr nutzen zu können. Durch eine leichte Erhöhung des…